Kreis Kleve zeigt Niederländern sein Leuchtturmkonzept
Gut zwei Dutzend Gäste aus der niederländischen Sicherheitsregion Kennemerland waren am 28. August in der Kreisverwaltung Kleve (Nordrhein-Westfalen) zu Gast. Unter den Besuchern waren Vertreter der Sicherheitsregion sowie einige Bürgermeister. Sie wollten sich genauer ansehen, wie das sogenannte „Leuchtturmkonzept“ im Bevölkerungsschutz funktioniert.
Das Konzept hat der Kreis Kleve zwischen 2022 und 2023 entwickelt. Dabei wurde eng mit den Städten und Gemeinden im Kreis zusammengearbeitet. In der Kreisverwaltung wurden die Gäste im Atrium empfangen. Jürgen Baetzen, der Fachbereichsleiter für Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz, begrüßte die Gruppe und führte in das Thema ein.
An drei verschiedenen Stationen erklärten Experten die wichtigsten Punkte des Plans. Ellen Verhalen, Tobias Metzelaers, Kreisbrandmeister André Jansen und Andreas Bonin von der Kreisleitstelle zeigten auf, wie Notrufstellen und die Krisenkommunikation funktionieren. Ein wichtiger Teil waren die „Leuchttürme“ und Notfall-Infopunkte, an denen die Menschen im Ernstfall Informationen finden können. Auch die Warnung der Bevölkerung wurde thematisiert.
Damit alle Beteiligten alles genau verstanden, sprach die gesamte Gruppe Englisch. Dabei kam es schnell zu einer lebhaften Diskussion. Es stellte sich heraus, dass die Probleme beim Bevölkerungsschutz auf beiden Seiten der Grenze sehr ähnlich sind.
Jürgen Baetzen zog am Ende ein Fazit: Solche Konzepte müssen immer wieder an neue Bedingungen angepasst werden. Der Kreis Kleve setzt dabei auf die Zusammenarbeit mit den 16 Städten und Gemeinden sowie auf die Hilfe von Ehrenamtlichen. Wer selbst wissen will, wo er bei einem Stromausfall oder anderen Notfällen Hilfe findet, kann das Konzept auf der Webseite des Kreises einsehen.