Kreis Coesfeld gibt Tipps für den Notfall
Wenn es richtig kracht, etwa bei einem schweren Unwetter oder einem Terroranschlag, können die Rettungskräfte nicht überall gleichzeitig sein. Deshalb setzt der Kreis Coesfeld (Münsterland, Nordrhein-Westfalen) auf die Selbsthilfe der Bürger. Wer vorbereitet ist, hat im Ernstfall einen großen Vorteil.
Ein Beispiel ist der Stromausfall. Viele erinnern sich noch an das Schneechaos von 2005, als manche Haushalte im Münsterland sechs Tage lang im Dunkeln saßen. Der Kreis rät deshalb, Taschenlampen, Kerzen und ein Kurbelradio griffbereit zu haben. Auch bei Extremwetter wie Hochwasser oder Stürmen ist Vorsorge wichtig, da diese die Strom- und Wasserversorgung lahmlegen können.
Für den Notfall empfiehlt die Verwaltung einen Vorrat an Essen und Trinken für mindestens zehn Tage. Pro Person sollten zwei Liter Wasser und etwa 2.200 Kalorien pro Tag eingeplant werden. Wichtig ist hier das Prinzip des „lebenden Vorrats“: Man kauft Dinge, die man sowieso isst, und tauscht sie regelmäßig aus.
Wer schnell das Haus verlassen muss, etwa bei einem Brand, sollte eine Notfallmappe packen. Darin gehören Medikamente, eine Taschenlampe, ein Radio mit Batterien, wichtige Dokumente und Kleidung für ein paar Tage hinein. Auch Haustiere dürfen bei der Planung nicht vergessen werden.
Um die Bevölkerung zu warnen, nutzt der Kreis verschiedene Signale. Ein einminütiger, auf- und abschwellender Heulton bedeutet: Gefahr! In diesem Fall sollen die Menschen Radio einschalten, Fenster und Türen schließen und die Klimaanlage ausschalten. Ein einminütiger Dauerton hingegen gibt Entwarnung.
Zusätzlich gibt es digitale Helfer. Die App „NINA“ warnt vor Gefahren wie Unwettern. Die App „nora“ hilft dabei, Notrufe an Polizei und Feuerwehr abzusetzen, auch wenn man seinen Standort nicht genau kennt oder nicht sprechen kann.
Weitere Informationen und Checklisten bietet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).