Kreis Borken: Mutmaßlicher Erpresser nach Drohbriefen gefasst
In den vergangenen Wochen hatten drei Raiffeisen-Märkte im Kreis Borken (Nordrhein-Westfalen) ein Problem mit Drohschreiben. Die Briefe waren in allen drei Fällen gleich aufgebaut. Der Absender forderte die Märkte auf, eine Geldsumme in fünfstelliger Höhe bereitzustellen.
Die Geschäftsführungen der Märkte reagierten sofort und riefen die Polizei. Die Beamten suchten die Gebäude daraufhin nach Gefahren ab, etwa nach Sprengstoffen oder anderen Fallen. Dabei fanden die Polizisten in keinem der drei Märkte etwas Verdächtiges.
Der erste Erpressungsversuch war bereits im Juni passiert. Zwei weitere Drohungen trafen die Betriebe erst in dieser Woche. Die Ermittler werteten die vorliegenden Daten und Fakten aus und kamen so schnell auf eine Spur. Am vergangenen Donnerstag nahmen sie einen 62-jährigen Mann aus Borken fest.
Kurz darauf durchsuchten die Beamten die Wohnung des Verdächtigen. Dort fanden sie umfangreiches Beweismaterial, das den Verdacht der Polizei erhärtet. Ein Richter am Amtsgericht hat inzwischen Untersuchungshaft angeordnet, sodass der Mann hinter Gittern bleibt.
Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.