Kreis Borken: Autofahrer mit 93 km/h geblitzt
In der vergangenen Woche war ein Autofahrer in Borken (Kreis Borken, Nordrhein-Westfalen) deutlich zu schnell unterwegs. Auf der Ahauser Straße raste er mit 93 km/h über die Fahrbahn, obwohl dort nur 50 km/h erlaubt sind. Der Fahrer bemerkte die Gefahr nicht, denn das Team vom Verkehrsdienst der Polizei hatte genau dort eine Geschwindigkeitsmessstelle aufgebaut und ihn erwischt.
Dieser Fall war nicht der einzige. In den letzten Tagen kontrollierten die Beamten an insgesamt neun Stellen im gesamten Kreis das Tempo von 4.816 Fahrzeugen. Rund 13 Prozent der Fahrer hielten sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung. Das Ergebnis sind 150 Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten und 467 Verwarngelder. Zwei Fahrer verloren sogar ihren Führerschein.
Auch an anderen Orten gab es heftige Geschwindigkeitsüberschreitungen. Im Nordkreis, auf der L 574 in Heek, wurde ein Auto außerorts mit 111 km/h gemessen, erlaubt waren dort 70 km/h. Im Südkreis, in Bocholt auf der Alfred-Flender-Straße, war ein Fahrer mit 68 km/h unterwegs, wo eigentlich nur 50 km/h gelten.
Die Polizei betont, dass zu schnelles Fahren und Raserei immer noch zu den Hauptgründen für Unfälle im Kreis Borken gehören. Oft werden dabei auch unbeteiligte Menschen schwer verletzt. Deshalb wird der Verkehrsdienst auch in der nächsten Woche an verschiedenen Stellen weiter Messungen durchführen.
Ob und inwieweit sich die betroffenen Fahrer strafbar gemacht haben, klärt nun die zuständige Behörde. Es gilt die Unschuldsvermutung.