Krefeld verlängert Job-Projekt BIWAQ bis 2028
Wer in Krefeld (Nordrhein-Westfalen) im Stadtteil Dießem/Lehmheide wohnt und Schwierigkeiten hat, einen Job zu finden, bekommt weiterhin Unterstützung. Das Projekt BIWAQ, das für „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier“ steht, wurde verlängert. Die EU und der Bund haben das Geld dafür zugesagt. Das Programm läuft nun bis September 2028 weiter.
Das Projekt richtet sich an Menschen ab 27 Jahren. Vor allem Langzeitarbeitslose, Alleinerziehende und Zuwanderer, die noch Probleme mit der Sprache haben, sollen gefördert werden. Die Stadt Krefeld ist bereits seit 2020 dabei. Die letzte Phase endete im Juni dieses Jahres.
Die Bilanz der vergangenen Jahre fällt positiv aus. Insgesamt 216 Menschen erhielten eine intensive Hilfe, weitere 90 wurden kurzzeitig beraten. Etwa zwei Drittel der Teilnehmer waren Frauen. 110 Menschen waren lange Zeit ohne Arbeit, 71 hatten gar keinen Job. Bei 54 Teilnehmern hat die Hilfe direkt zu einer neuen Stelle geführt.
Doch es geht nicht nur um den Arbeitsvertrag. Das Team hilft auch bei anderen Problemen, die den Weg in den Beruf versperren. So wird zum Beispiel bei der Kinderbetreuung geholfen, Sprachkurse vermittelt oder dabei unterstützt, alte Berufsabschlüsse anerkennen zu lassen. Insgesamt 199 Menschen profitierten von solchen Maßnahmen.
In der neuen Phase will die Projektleiterin Agathe Franke den Fokus noch schärfer auf die berufliche Integration setzen. Ziel ist es, die Menschen erst einmal zu stabilisieren, damit sie eine feste Basis für den Job und das soziale Leben haben. Da viele Teilnehmer schwierige Lebenswege hinter sich haben, setzt das Team auf viel Zeit und Verständnis.
Neben der Einzelberatung gibt es Gruppenangebote. Die beliebte „Laptop-Lounge“, in der man Bewerbungen schreiben kann, bleibt erhalten. Außerdem sind Beratungscafés und Aktionen rund um die Gesundheit geplant. Die Stadt arbeitet dabei eng mit dem Jobcenter, der Agentur für Arbeit sowie dem Fachbereich für Migration und Integration zusammen.
Alle Angebote sind freiwillig und kostenlos. Wer Fragen hat oder Hilfe sucht, kann die Stadt per E-Mail unter [email protected] oder telefonisch unter 0 21 51 / 86 34 71 erreichen.
Quelle: Krefeld – zur Originalmeldung