Krefeld schult Verwaltung für Kinderrechte
In Krefeld (Nordrhein-Westfalen) haben sich Mitarbeiter aus fast allen Bereichen der Stadtverwaltung zu einem speziellen Workshop getroffen. Das Ziel war klar: Kinderrechte sollen in Zukunft bei städtischen Entscheidungen eine größere Rolle spielen. Es geht dabei nicht nur um Schulen oder die Jugendhilfe, sondern um alle Bereiche, in denen die Stadtverwaltung Dinge beschließt, die das Leben junger Menschen beeinflussen.
Die Koordinierungsstelle für Gemeinwesenarbeit hat die Veranstaltung zusammen mit dem Fachbereich für Migration und Integration organisiert. Unterstützt wurde das Ganze durch das Landesprogramm „NRWeltoffen“. Da Kinderrechte fast jeden Bereich der Stadtverwaltung betreffen, kamen Teilnehmer aus sehr unterschiedlichen Abteilungen zusammen. Gemeinsam haben sie darüber nachgedacht, wie man die Wünsche und Bedürfnisse von Kindern schon frühzeitig in den Arbeitsalltag integrieren kann.
Die Referentin Berit Nissen hat den Teilnehmern die Grundlagen der UN-Kinderrechtskonvention erklärt. In praktischen Übungen mussten die Beamten und Angestellten prüfen, welche Auswirkungen ihre täglichen Entscheidungen konkret auf Kinder und Jugendliche haben.
Zusätzlich hat Meltem Stenz, die in Krefeld die Koordinierung für die „Kinderfreundliche Kommune“ übernimmt, den bisherigen Weg der Stadt vorgestellt. Sie zeigte auf, wie die fachliche Entwicklung aussieht, wie der Aktionsplan erstellt wurde und mit welchen Maßnahmen die Kinderrechte langfristig in der Verwaltung verankert werden sollen.
Krefeld ist bereits seit Dezember 2024 offiziell als „Kinderfreundliche Kommune“ zertifiziert und setzt sich seitdem verstärkt für die Rechte des Nachwuchses ein.
Quelle: Krefeld – zur Originalmeldung