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Krefeld: 15-Jähriger flieht mit gefälschtem Kennzeichen

Ein Jugendlicher verursachte in der Krefelder Innenstadt Chaos, als er vor der Polizei flüchtete. Er raste ohne Helm über Gehwege und rote Ampeln.

Es fing mit einer einfachen Kontrolle an. Gegen 2:30 Uhr am Samstag (1. August 2026) sahen Polizisten in der Sankt-Anton-Straße in Krefeld (Nordrhein-Westfalen) einen 15-Jährigen auf einem Kleinkraftrad. Der Junge trug keinen Helm, weshalb die Beamten ihn anhalten wollten.

Doch statt zu bremsen, gab der Jugendliche Gas. Er flüchtete durch die Innenstadt und nahm dabei keine Rücksicht auf andere. Er jagte über kleinere Straßen, fuhr durch Fußgängerzonen und nutzte sogar die Gehwege. Mehrfach ignorierte er rote Ampeln. Dabei brachte er einen Radfahrer und eine Gruppe von Fußgängern in Gefahr.

Die Verfolgungsjagd endete schließlich in der Dreikönigenstraße. Dort konnten die Polizisten den Jungen stoppen. Bei der Kontrolle kam schnell heraus, dass der Jugendliche gar keinen Führerschein besitzt. Zudem war das Nummernschild manipuliert: Die Buchstaben und Zahlen waren mit einem schwarzen Filzstift so übermalt worden, dass sie wie ein aktuelles Versicherungskennzeichen aussah. Das Schild passte zudem nicht zu dem Fahrzeug, und ein Eigentümer für das Kleinkraftrad konnte nicht gefunden werden.

Nach der Festnahme wurde der 15-Jährige seiner Mutter übergeben. Das Verkehrskommissariat der Polizei hat nun Ermittlungen aufgenommen. Es geht um Urkundenfälschung, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Diebstahl und die Gefährdung des Straßenverkehrs. Außerdem wird geprüft, ob gegen das Pflichtversicherungsgesetz verstoßen wurde.

Ob und inwieweit sich der Jugendliche strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Polizeipräsidium Krefeld – zur Originalmeldung

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