Landkreis Konstanz startet neue Hilfe-Plattform für Familien
Im Landratsamt Konstanz (Baden-Württemberg) kamen im Juni 2026 rund 60 Fachleute zusammen. Unter dem Motto „Miteinander aufwachsen“ ging es darum, wie man Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen im Alltag besser helfen kann.
Ein zentrales Thema war die Situation nach der Corona-Pandemie. Dr. Anne Geweniger von der Universitätsklinik Freiburg erklärte in einem Vortrag, dass sich der Gesundheitszustand vieler betroffener Kinder verschlechtert habe. Gleichzeitig brauchen diese Familien jetzt viel mehr psychologische, pädagogische und therapeutische Hilfe. Damit diese Versorgung funktioniert, müssen die verschiedenen Stellen im Landkreis enger zusammenarbeiten.
Um diese Zusammenarbeit zu verbessern, gibt es nun die Arbeitsgruppe „Kinder und Jugendliche mit Behinderung“ der Kommunalen Gesundheitskonferenz. Dr. Jens Teichler vom Sozialpädiatrischen Zentrum Konstanz erläuterte, dass diese Gruppe die Zuständigkeiten klarer regelt und Lücken in der Versorgung aufspürt.
Das wichtigste Ergebnis dieser Arbeit ist eine neue Internetseite: miteinander-aufwachsen.de. Randi von Stechow von der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) stellte die Plattform vor. Dort sind alle Beratungsangebote und Anlaufstellen im Landkreis Konstanz gebündelt. Das Angebot reicht von der Schwangerschaft bis zum Start in die Ausbildung oder den Beruf. Familien sollen so nicht mehr mühsam suchen müssen, sondern direkt einen Überblick über die passenden Hilfen erhalten.
Magdalena Kurkowski, die das Amt für Gesundheit und Versorgung leitet, sieht darin ein Versprechen an die betroffenen Familien im Landkreis, gemeinsam für bessere Bedingungen zu sorgen.