Königsauer Moos: Wasserstand soll angehoben werden
Im Landratsamt des Landkreises Dingolfing-Landau (Niederbayern) kam es am 3. August 2026 zu einer Informationsveranstaltung. Dort ging es um den Schutz des Königsaueren Mooses. Landrat Werner Bumeder und seine Experten erklärten Bürgern, Jägern, Landwirten und Politikern, wie sie das Gebiet retten wollen. Das Ziel ist klar: Das Wasser im Boden soll steigen, damit die Moorböden erhalten bleiben.
Das ist wichtig, weil das Moos europaweit als Naturschutzgebiet gilt. Besonders für Vögel wie Kiebitze und Brachvögel ist die Fläche in Bayern einzigartig. Wenn das Wasser im Boden bleibt, schützt das nicht nur die Tiere und Pflanzen, sondern hilft auch beim Klimaschutz, weil weniger Treibhausgase in die Luft gelangen.
Der neue Moormanager Alex Mühlbauer und Johannes Neuner von der Naturschutzbehörde berichteten über die Arbeit am Weidgraben. Die Maßnahmen finden nur auf Flächen statt, die dem Landkreis gehören. Schon 2023 starteten die Arbeiten mit zwei Stauwehren, um den Wasserstand leicht zu erhöhen.
Jetzt folgt der nächste Schritt: Ein Sickergraben mit einer Länge von etwa 130 Metern soll gegraben werden. Außerdem kommen ein drittes und ein viertes Stauwehr hinzu. Damit soll das Wasser noch besser zurückgehalten werden. Am Ende soll der Wasserspiegel etwa 10 bis 30 Zentimeter unter der Erdoberfläche liegen. Das Grünland wird dann extensiv bewirtschaftet.
Finanziert wird das Ganze zum Großteil vom Staat. Das bayerische Umweltministerium übernimmt über eine spezielle Richtlinie 90 Prozent der Kosten. Die Regierung von Niederbayern begleitet die Umsetzung eng. Nach den Vorträgen konnten die Besucher ihre Fragen stellen. Der Landrat versprach, dass die Gespräche mit den Betroffenen auch während der weiteren Arbeiten weitergehen.