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Köln räumt auf: Bilanz der Aktionswoche für Sauberkeit

Die Stadt Köln hat eine Woche lang verstärkt in den Veedeln kontrolliert. Das Ziel: Weniger Müll, kein Grillen im Park und saubere Spielplätze.

Vom 20. bis zum 26. Juli 2026 gab es in Köln (Nordrhein-Westfalen) eine große Aktionswoche unter dem Motto „Sicherheit und Sauberkeit in den Veedeln“. Da die Sommerferien begannen und die Sonne schien, hielten sich viele Menschen draußen in Parks und auf Plätzen auf. Das sorgt oft für Müll und Vandalismus, was die Stadt nun bekämpfen will.

Das Ordnungsamt war in dieser Zeit besonders aktiv. Die Beamten kontrollierten 578 Spielplätze und machten dort 248 Feststellungen. In 77 Fällen musste die AWB Müll oder illegale Lager wegräumen. Die Kontrolleure fanden zudem 20 Menschen, die auf den Spielplätzen rauchten. Zwei Leute hatten Cannabis dabei, 22 andere hatten Alkohol getrunken. Außerdem wurde dreimal auf den Spielplätzen gegrillt und sechs Menschen hatten Hunde dabei. Achtmal wurden Leute beim Wegwerfen von Müll erwischt, einmal beim Wildpinkeln. In den 144 kontrollierten Schulhöfen gab es hingegen nur zwei Verstöße.

Auch auf den Grünflächen wurde genau hingeschaut. Im Jahr 2026 wurden bisher 128 Grillverstöße registriert. In 91 Fällen waren die Grillgeräte ungeeignet, was besonders bei Trockenheit gefährlich für die Wiesen ist.

Oberbürgermeister Torsten Burmester hat sich die Arbeit selbst angesehen. Zusammen mit dem Team der Kölner Anti Spray Aktion (KASA) entfernte er Graffiti von den Mauern des Kinderspielplatzes im Hiroshima-Nagasaki-Park. Solche Schmierereien kosten die Stadt jährlich rund 1,2 Millionen Euro. Insgesamt gibt die Stadt etwa 16 Millionen Euro pro Jahr aus, um achtlos weggeworfenen Müll zu entsorgen.

Ein besonderer Fokus lag am Freitag im Lohsepark in Köln-Nippes. Dort sprachen „Grillscouts“ der AWB, Beamte des Ordnungsdienstes und der Oberbürgermeister mit den Leuten. Sie erklärten die Gefahren von offenem Feuer und verteilten Mülltüten und Aschenbecher. An einem Sommerwochenende fallen in den Grünanlagen im Schnitt 20 bis 30 Tonnen Müll an, vor allem Pizzakartons, Einweggrills und Plastik.

Zuletzt wurden in der Neusser Straße in Nippes Imbissbuden kontrolliert. Insgesamt 75 Betriebe wurden geprüft. Bei 27 davon gab es Mängel, zum Beispiel fehlten passende Mülleimer vor den Läden.

Um die Sauberkeit langfristig zu verbessern, startet die Stadt ein neues Projekt in Kitas. Dort soll den Vorschulkindern spielerisch beigebracht werden, wie man mit Müll und Ordnung umgeht.

Quelle: Köln – zur Originalmeldung

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