Kerpen: Mann griff Polizisten und Diensthund an
Es geschah in der Nacht zu Freitag, gegen 23.20 Uhr. Ein Polizist bemerkte in der Bachstraße in Kerpen (Rhein-Erft-Kreis, Nordrhein-Westfalen) einen schwarzen Kombi. Als der Fahrer den Streifenwagen sah, gab er Gas und raste in Richtung Holzgasse davon.
Die Verfolgungsjagd ging über die Broichmühlenstraße bis zur Hahnenstraße. Dort stieg der Mann aus seinem Wagen aus und rannte zu Fuß weg. Ein Zeuge beobachtete die Flucht und gab der Polizei den entscheidenden Hinweis, wo der Mann verschwunden war.
Die Beamten suchten das Gebiet ab. Schließlich spürte ein Diensthund den 28-Jährigen auf. Er hatte sich hinter einigen Mülltonnen versteckt. Als ein Polizist ihn aufforderte, sich zu zeigen, reagierte der Mann plötzlich aggressiv. Er griff den Hundeführer und den Hund an. Er trat und schlug sowohl den Beamten als auch das Tier mehrfach und verletzte beide.
Der Polizist konnte den Angreifer schließlich überwältigen. Gemeinsam mit anderen Kollegen nahmen die Beamten den Mann vorläufig fest. Dabei wehrte er sich massiv gegen die Festnahme. Bei den Mülltonnen, hinter denen er sich versteckt hatte, fanden die Polizisten mehrere Handys, verschiedene Scheckkarten und ein Tütchen mit weißem Pulver.
Bei der Überprüfung kam heraus, dass der Mann keinen Führerschein hat. Zudem bestand bereits ein Haftbefehl gegen ihn. Die Polizei brachte ihn auf die Wache.
Nun übernimmt das Kriminalkommissariat 22 die Ermittlungen. Der Mann muss sich wegen des Verdachts auf tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte und das Fahren ohne Fahrerlaubnis verantworten. Ob und inwieweit er sich strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.