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Kerpen: Betrunkener Fahrer attackiert Auto mit Baseballschläger

Ein 23-Jähriger verursachte am Donnerstagmorgen einen Unfall und ging danach mit einem Baseballschläger auf ein anderes Auto los.

Am frühen Donnerstagmorgen gegen 6 Uhr kam es in Kerpen (Rhein-Erft-Kreis, Nordrhein-Westfalen) zu einem heftigen Streit im Straßenverkehr. Ein 27-jähriger Mann war auf der L 496 in Richtung Frechen unterwegs. Hinter ihm fuhr ein Nissan, dessen Fahrer mehrfach mit der Lichthupe hupte. Dann überholte der Nissan den Mann und bremste kurz darauf stark ab.

Der 27-Jährige fuhr weiter über die Kieswerkstraße und die Frechener Straße. Doch der Fahrer des Nissans ließ nicht locker. Er bremste auf der L 496 erneut stark, wendete und fuhr dem Mann hinterher. Schließlich hielt der Verfolgte am Straßenrand an, um die Situation zu beenden. Doch dann passierte das Unglück: Der 23-Jährige fuhr mit seinem Wagen auf den stehenden Wagen auf.

Nach dem Zusammenstoß stieg der junge Fahrer aus. Er beschimpfte den anderen Mann und schlug mit einem Baseballschläger auf dessen Auto ein. Drei Zeugen eilten herbei, um zu helfen, doch der Angreifer bedrohte auch sie. Bei dem Unfall wurde der 27-Jährige leicht verletzt.

Als die Polizei an der Frechener Straße eintraf, war der 23-Jährige extrem aggressiv. Er beschimpfte und bedrohte die Beamten. Die Polizisten bemerkten, dass der Mann stark geweitete Pupillen hatte und nach Alkohol roch. Sie nahmen ihn fest und brachten ihn auf die Wache.

Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von mehr als 1,2 Promille. Zudem zeigte ein Drogenvortest, dass der Mann Cannabis, Amphetamin und Kokain genommen hatte. Die Beamten stellten fest, dass er gar keinen Führerschein besitzt und bereits wegen anderer Verkehrsdelikte polizeibekannt ist. Das Auto und der Baseballschläger wurden beschlagnahmt.

Auf Anordnung der Polizei entnahm ein Arzt im Krankenhaus Blutproben von dem Mann. Danach kam der weiterhin renitente 23-Jährige in eine Zelle. Ob und inwieweit er sich strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Polizei Rhein-Erft-Kreis – zur Originalmeldung

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