Keine Schulbusse für Fröhnd und Nachbarorte zum Start
In Fröhnd (Landkreis Lörrach, Baden-Württemberg), Schönenberg, Tunau und Wembach herrscht zum Schulstart am 14. September 2026 ein großes Problem: Es fahren keine Schulbusse. Das betrifft nicht nur die Schüler, sondern auch die Kindergartenkinder.
Die Situation ist entstanden, weil das bisherige Busunternehmen, die ARGE Mobilitas, den Vertrag gekündigt hat. Zuvor wollte die Firma die Preise um 15 Prozent erhöhen, um die Fahrten wirtschaftlich betreiben zu können. Die Verwaltung konnte dieser Forderung nicht zustimmen und bot stattdessen nur die vertraglich vorgesehene jährliche Anpassung an. Daraufhin kündigte das Unternehmen den Vertrag am 4. Mai 2026.
Der Gemeindeverwaltungsverband Schönau im Schwarzwald versuchte daraufhin, neue Fahrer zu finden. Es gab zwei Ausschreibungen, doch beide liefen schief. Beim ersten Versuch konnten die drei eingegangenen Angebote nicht gewertet werden. Beim zweiten Mal war eines der Angebote nicht verwertbar und das andere war viel zu teuer. Die Kosten lagen dort trotz kürzerer Strecken rund 63 Prozent über den Werten des Vorjahres.
Nun will die Verwaltung drei Firmen direkt ansprechen und mit ihnen verhandeln. Bevor ein neuer Vertrag unterschrieben werden kann, müssen jedoch erst alle neun Mitgliedsgemeinden des Verbands in ihren Gemeinderäten zustimmen. Eine Entscheidung der Verbandsversammlung ist deshalb erst für eine Sondersitzung am Mittwoch, den 23. September 2026, geplant.
Da es keinen rechtlichen Anspruch auf eine bestimmte Busverbindung gibt, müssen die Eltern die Fahrten nun selbst organisieren. Wer die Kosten zurückfordern möchte, kann ein Antragsformular auf der Homepage des Landratsamts Lörrach herunterladen. Eine Ausnahme gibt es für Wembach: Dort funktionieren weiterhin die ÖPNV-Linien 7300 und 7310.
Die Verwaltung möchte so schnell wie möglich wieder ein Angebot für die betroffenen Orte bereitstellen. Bis dahin bleibt die Situation für die Familien schwierig.
Quelle: Fröhnd – zur Originalmeldung