Kehl: Mann greift Bundespolizisten an der Tram-Haltestelle an
Am Dienstagabend kam es an der Haltestelle der Tram D in Kehl (Baden-Württemberg) zu einem Streit zwischen der Bundespolizei und einem 30-jährigen Mann. Die Beamten hatten den Mann kontrolliert, doch er konnte keine gültigen Ausweisdokumente vorzeigen, die ihn zum Grenzübertritt berechtigt hätten.
Statt eines echten Passes zeigte der Mann den Polizisten lediglich ein Foto eines Reisepasses und einer Identitätskarte auf seinem Handy. Damit wollte er beweisen, dass er französischer Staatsbürger ist. Die Beamten erklärten ihm, dass das Fehlen der Originaldokumente bei der Grenzüberquerung eine Ordnungswidrigkeit ist.
Der Mann weigerte sich jedoch, das Bußgeld direkt vor Ort zu bezahlen. Deshalb notierten die Polizisten seine Adresse, um das Verfahren schriftlich fortzuführen. Während der Mann den Beamten dann eine Meldebestätigung für die Stadt Kehl auf seinem Telefon zeigen wollte, änderte er plötzlich seine Einstellung. Er griff einen der Polizisten völlig unerwartet an.
Die Beamten konnten den Angriff abwehren und den Mann mit Stahlhandfesseln festnehmen. Auch auf der Dienststelle wollte der 30-Jährige nicht mitspielen und verhielt sich unkooperativ. Nachdem die polizeilichen Maßnahmen abgeschlossen waren, durfte er die Wache wieder verlassen. Er muss sich jedoch nun wegen des Angriffs auf die Polizeibeamten verantworten.
Ob und inwieweit sich der Mann strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Bundespolizeiinspektion Offenburg – zur Originalmeldung