Kalkar: Wissenschaft und Bürger diskutieren über Zukunft
Von April bis Juni 2026 gab es in Kalkar (Kreis Kleve, Nordrhein-Westfalen) ein besonderes Projekt. Unter dem Namen „DialogPunkt Kalkar“ arbeiteten die Stadt und die Hochschule Rhein Waal zusammen. Ziel war es, Forschung und Alltag zu verbinden. Insgesamt fanden sieben Termine zu den Themen Klimaschutz, Nachhaltigkeit und regionale Entwicklung statt. 153 Menschen nahmen an den Angeboten teil.
Einige Themen kamen besonders gut an. Viele Bürger interessierten sich für Strom vom eigenen Balkon. Auch die „Grüne Stadtführung für Kinder“ war so beliebt, dass die Klimaschutzmanagerin der Stadt, Sabrina Meisen, sie zusammen mit dem Naturschutzzentrum Kreis Kleve bereits wiederholt hat. Die Stadt plant, solche Führungen durch das Stadtgrün für Kinder und Erwachsene in Zukunft öfter anzubieten.
Auch der Bauhof der Stadt Kalkar zeigte sich von seiner Arbeit. Bei einem Spaziergang durch die Graben- und Wallzone erklärten die Mitarbeiter, wie sie den Umweltschutz mit einem schönen Stadtbild in Einklang bringen wollen.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Landwirtschaft. Ein Abend über die Zukunft der Landwirtschaft führte die Teilnehmer zu einem Walnuss-Agroforst. Dieses Thema wird nun an Schulen weitergeführt. Am 15. September 2026 machen sich drei Klassen des Jan-Joest-Gymnasiums Kalkar auf eine Fahrradtour. Sie besuchen den Hof Birgel und den Betrieb von Jelmer de Groot, um das nachhaltige System der Agroforstwirtschaft kennenzulernen.
Nicht alles lief nach Plan. Das Thema Carsharing stieß auf wenig Interesse. Laut Sabrina Meisen zeigt das, dass das Teilen von Autos für viele Menschen in Kalkar momentan keine große Rolle spielt.
Neben den Fachveranstaltungen war die Hochschule auch auf dem Stadtfest „Endlich Mai“ präsent, um nachhaltige Ideen direkt in die Öffentlichkeit zu tragen. Dass einige Formate nun dauerhaft fortgesetzt werden, sieht die Stadt als Erfolg der Kooperation.
Quelle: Kalkar – zur Originalmeldung