JVA Chemnitz bekommt neue Küche für Millionen
In der Justizvollzugsanstalt Chemnitz (Sachsen) wurde am 6. August 2026 die frisch sanierte Küche offiziell übergeben. Das Projekt dauerte über zwei Jahre. Das Sächsische Immobilien- und Baumanagement hatte die Arbeiten durchgeführt und die Anlage nun an die JVA zurückgegeben.
Die Kosten für die Sanierung waren hoch: Rund 8,5 Millionen Euro flossen in die Modernisierung. Das Geld kam aus Steuermitteln, die der Sächsische Landtag bewilligt hatte. Die Küche ist über 500 Quadratmeter groß. Es gibt dort einen offenen Bereich zum Kochen und Braten, Kühl- und Tiefkühlräume sowie Pausenräume für das Personal und die Häftlinge.
In der Küche arbeiten fünf Angestellte. Sie leiten bis zu 16 Gefangene an, die dort mithelfen. Zusammen bereiten sie täglich das Frühstück, das Mittagessen und das Abendbrot für die über 200 Insassen zu. Aktuell stehen für die Lebensmittel pro Gefangener 4 Euro pro Tag zur Verfügung.
Die Geschichte der Verpflegung in der JVA war wechselhaft. In den 1970er Jahren gab es getrennte Küchen für Personal und Häftlinge. Von 1997 bis 2002 übernahm eine externe Firma das Essen. Die aktuelle Küche stammte aus einem Neubau von 2000 bis 2002, war aber nach über 20 Jahren einfach abgenutzt und musste grundlegend erneuert werden.
Das Essen wird in den Haftbereichen oder in den Aufenthaltsräumen der Betriebe verteilt. Wer möchte, kann in der JVA auch ein Mittagessen kaufen – das gilt für Mitarbeiter, Handwerker oder Gäste. Es gibt die Wahl zwischen normaler und vegetarischer Kost. Bei besonderen Anlässen, wie einer letzten Fachtagung, übernimmt die Küche auch das Catering.
Anstaltsleiter Jürgen Frank betont, dass eine gute Ernährung wichtig für die Sicherheit im Gefängnis und für die Resozialisierung der Häftlinge sei. Zum 1. August 2026 waren 225 Gefangene in der JVA untergebracht. Etwa 66 Prozent von ihnen sind in Arbeit, Schule oder Therapie tätig.