Ismaning warnt vor Autowäsche in Einfahrten
In Ismaning (Landkreis München, Bayern) gibt es immer wieder Autofahrer, die ihren Wagen einfach auf der Straße oder in der eigenen Einfahrt putzen. Die Gemeinde warnt nun davor, weil das gefährlich für die Natur ist. Besonders problematisch wird es, wenn Reinigungsmittel zum Einsatz kommen oder der Motor und der Unterboden gewaschen werden. In diesen Fällen ist die private Autowäsche sogar verboten.
Das Problem liegt an der Art, wie das Wasser in Ismaning abfließt. Während das Abwasser aus den Häusern direkt in die Kläranlage fließt, sickert das Regenwasser auf Straßen und Plätzen direkt ins Grundwasser. Wenn man das Auto draußen wäscht, gelangen Schmutz, schwer abbaubare Öle, Schmierstoffe und Chemikalien ungefiltert in den Boden. Das passiert sogar dann, wenn man nur Wasser ohne Seife benutzt.
Zudem besteht die Gefahr, dass das dreckige Wasser die Sickerschächte verstopft. Außerdem wird beim Waschen in der Einfahrt viel mehr Wasser verbraucht als in einer professionellen Anlage.
Die Gemeinde rät deshalb dazu, eine Waschanlage zu nutzen. Dort wird das Wasser in einem Kreislaufsystem gereinigt und wiederverwendet. Die Schmutzstoffe werden dort fachgerecht abgeschieden und entsorgt, wodurch deutlich weniger Frischwasser verbraucht wird.
Quelle: Ismaning – zur Originalmeldung