Immobilienmarkt in Nürnberg bleibt trotz hoher Kosten stabil
Die Stadt Nürnberg (Bayern) hat ihren aktuellen Marktbericht für Immobilien veröffentlicht. Die Lage ist schwierig: Die Zinsen für Kredite sind hoch, die Kosten für das Bauen steigen weiter und die Weltpolitik sorgt für Unsicherheit. Trotzdem wurden im Jahr 2025 wichtige Projekte in der Stadt umgesetzt. Es entstanden neue Wohngebiete, moderne Hallen für Gewerbe und innovative Campus-Gelände. Immer mehr wird zudem versucht, alte Gebäude zu modernisieren und neu zu nutzen.
Besonders beim Thema Büro gibt es einen Boom bei modernen Flächen. Wer alte Büros hat, kann diese kaum noch vermieten. Die Innenstadt ist fast voll, deshalb wachsen vor allem die großen Bürozentren außerhalb des Kerns. Insgesamt wurden 92.000 Quadratmeter neu vermietet, was 24 Prozent mehr als im Vorjahr ist. Die Mieten sind auf einen Höchststand von durchschnittlich 13,50 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Das größte Einzelprojekt war eine Anmietung am Kohlenhof mit 14.000 Quadratmetern.
Auch bei den Wohnungen bleibt die Nachfrage riesig. Wer neu baut, muss mit Mieten von bis zu 19 Euro pro Quadratmeter rechnen. Während die Mieten steigen, sind die Kaufpreise bei einigen Mehrfamilienhäusern oder Einfamilienhäusern sogar gesunken. Mit einem Handelsvolumen von 226 Millionen Euro ist das Wohnsegment das stärkste Gebiet für Investoren.
Im Einzelhandel ist die Lage gemischter. Vor allem Läden, die keine Lebensmittel verkaufen, haben es schwer. Sogar in guten Lagen sinken teilweise die Mieten. Die Stadt versucht hier gegenzusteuern, indem sie Flächen für verschiedene Nutzungen mischt und den öffentlichen Raum aufwertet. Ein wichtiger Impuls soll das neue Zeughaus-Quartier rund um den City-Point und das ehemalige Kaufhaus sein. Interessant ist, dass der Umsatz in Nürnberg 19 Prozent höher liegt, als man es allein aufgrund der Kaufkraft der Einwohner erwarten würde.
Die Industrie und Logistik stehen stabil da. Hier wird vor allem in moderne Flächen investiert oder Altes saniert. Investoren suchen derzeit vor allem hochwertige und nachhaltige Objekte. Während Immobilienfonds oft kaufen, verkaufen meist Projektentwickler und Bauträger.
Wer die genauen Zahlen, Grafiken und Beispiele sehen möchte, kann den vollständigen Bericht auf der Webseite der Wirtschaftsförderung herunterladen.
Quelle: Nürnberg – zur Originalmeldung