Hürth und Brühl: Mehr Kontrollen gegen Gestank
In Hürth (Rhein-Erft-Kreis, Nordrhein-Westfalen) und Brühl gibt es immer wieder Probleme mit schlechten Gerüchen. Bisher konnte die Bezirksregierung Köln nicht eindeutig sagen, woher der Gestank kommt. Deshalb haben die Bürgermeister Dirk Breuer und Dr. Marc Prokop Mitte August einen Brief an die Behörden geschrieben. Sie forderten, die Ermittlungen zu vertiefen und die Kontrollen zeitlich auszuweiten.
Jetzt hat die Bezirksregierung reagiert. Sie plant weitere Untersuchungen. Ein wichtiger Punkt dabei ist die Nacht: In den Nachtstunden soll nun verstärkt kontrolliert werden, um mögliche Verursacher zu finden, die bisher unter dem Radar liefen.
Für die Suche wurde eine eigene Projektgruppe gegründet. Diese arbeitet eng mit der Immissionsschutzbehörde des Rhein-Erft-Kreises zusammen. Die Behörde sammelt alle Hinweise der Bürger und gibt sie an die Projektgruppe weiter. Außerdem wird das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK NRW) mit einbezogen. Die Experten prüfen, ob die Betriebe die aktuelle Technik nutzen oder ob es Quellen für den Gestank gibt, die man bisher gar nicht auf dem Schirm hatte.
Die Bürger in Hürth können seit dem 27. Juli 2026 Gerüche über ein Online-Formular der Stadt melden. Das System wird intensiv genutzt: Allein über das Formular kamen mehr als 800 Meldungen rein. Zählt man E-Mails und Anrufe dazu, sind es insgesamt über 1.000 Hinweise. In den letzten Tagen und Wochen ist die Zahl der Beschwerden zwar gesunken, aber die Suche nach der Ursache geht weiter.
Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Hürth – zur Originalmeldung