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Hückeswagen: Stadt will Bürger besser vor Hochwasser schützen

Copyright und Urheber siehe Hückeswagen

Nach den schweren Überflutungen vor fünf Jahren zieht die Verwaltung nun die Lehren. Die Stadt und der Kreis investieren in neue Technik und bessere Warnsysteme.

Im Juli 2021 gab es in Hückeswagen (Oberbergischer Kreis, Nordrhein-Westfalen) und Wipperfürth heftige Regenfälle. Das Wasser stieg schnell an und richtete große Schäden an. Die Feuerwehr und andere Retter waren tagelang im Einsatz. Diese Erfahrung sitzt tief, deshalb will man jetzt besser vorbereitet sein.

Die Verwaltung hat deshalb einen neuen Plan für den Katastrophenschutz erstellt. Das Sirenennetz in der ganzen Region wird ausgebaut. Damit die Menschen schneller gewarnt werden, gibt es seit 2023 auch sogenannte Cell Broadcast-Nachrichten direkt auf dem Handy. Außerdem können Warnungen jetzt über Radio Berg verbreitet werden.

Auch bei der Technik wurde aufgerüstet. Es gibt ein neues Lager für Notfallmaterial und ein spezielles Geländefahrzeug, mit dem die Lage besser erkundet werden kann. Die Strömungsretter der DLRG haben zudem eine neue Spezialausrüstung bekommen. Damit die Abläufe im Ernstfall klappen, trainiert der Führungsstab des Kreises jeden Monat.

Da Wasser keine Stadtgrenzen kennt, arbeitet Hückeswagen eng mit den Nachbarn zusammen. Man tauscht sich mit Städten wie Remscheid, Solingen und Wuppertal sowie mit den Verbänden von Agger und Wupper aus. So können Hilfsmittel im Notfall schneller verteilt werden.

Die Stadt betont aber auch, dass die Bürger selbst mithelfen müssen. Wenn es richtig kracht, kann die Feuerwehr nicht überall gleichzeitig sein. Deshalb sollten die Bewohner prüfen, ob ihr Haus gefährdet ist. Im Internet-Portal „Raum-Information Oberberg (RIO)“ unter www.obk.de/rio kann man auf Karten sehen, wo das Risiko am höchsten ist.

Experten raten dazu, Rückstauklappen einzubauen, damit kein Abwasser ins Haus drückt. Auch Sandsäcke oder die Sicherung von Heizöltanks sind sinnvoll. Wichtige Dokumente sollten oben im Haus gelagert werden. Zudem empfiehlt die Stadt die Installation von Warn-Apps wie NINA, KATWARN oder der Meine-Pegel-App.

Quelle: Hückeswagen – zur Originalmeldung

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