Hessen warnt vor hoher Waldbrandgefahr
In Hessen ist die Gefahr von Waldbränden aktuell sehr hoch. Deshalb hat das Forstministerium am Montag, den 5. August 2026, die Alarmstufe A ausgerufen. Das ist die erste von zwei möglichen Stufen. Grund dafür ist das Wetter: Es ist heiß und es regnet zu wenig. Zwar gab es lokal ein paar Schauer, aber die haben die Lage nicht verbessert.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Im Juli sind in Hessen gerade einmal 14 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Das ist ein historischer Tiefstand. Die Sonne brennt auf den Boden, und die Feuchtigkeit verschwindet. Besonders gefährlich sind jetzt vertrocknete Pflanzen am Boden, abgestorbene Bäume und Reisig. Dieses Material fängt extrem schnell Feuer.
Die Forstverwaltung reagiert nun mit mehr Vorsicht. Seit Jahresbeginn gab es bereits etwa 100 Waldbrände. Dabei wurden rund 165.000 Quadratmeter Wald zerstört. Das ist so groß wie etwa 23 Fußballfelder. Jetzt werden die gefährdeten Gebiete stärker überwacht. Die Forstleute prüfen ihre Technik und stimmen sich eng mit den Feuerwehren ab.
Für die Menschen, die den Wald besuchen, kann das Folgen haben. In besonders trockenen Bereichen können Grillplätze geschlossen werden. In manchen Fällen werden sogar Waldwege oder ganze Flächen gesperrt.
Das Ministerium bittet alle Besucher, extrem vorsichtig zu sein. Rauchen im Wald ist verboten. Auch Zigarettenkippen, die aus dem Auto geworfen werden, können Brände auslösen. Wer grillt, muss auf Funkenflug achten und das Feuer komplett löschen. Zudem dürfen Autos nur auf offiziellen Parkplätzen stehen und nicht auf trockenem Gras parken, da die Hitze des Auspuffs einen Brand starten kann.
Wer einen Brand entdeckt, soll sofort die 112 anrufen und die Feuerwehr informieren. Die Behörden beobachten die Lage weiter. Sollte die Gefahr noch weiter steigen, könnte die höchste Alarmstufe B folgen. Dann könnten Grillplätze und Wege flächendeckend gesperrt werden.
Quelle: Borken – zur Originalmeldung