Kreis Borken: Warnung vor teuren Notdiensten aus dem Netz
Zwei Menschen im Kreis Borken (Nordrhein-Westfalen) hatten ein Problem und suchten schnell im Internet nach Hilfe. In einem Fall ging es um ein Bienennest, das weg musste, im anderen Fall war ein Rohr verstopft. Beide fanden über die Suche Anbieter, die sofort kamen und die Arbeit schnell erledigten.
Doch nach der Arbeit kam der Schock: Die Rechnungen waren extrem hoch. In manchen Fällen wollten die Firmen das Geld sogar schon vor Beginn der Arbeiten sehen. Bezahlt werden sollte sofort per Kartenlesegerät. Die Betroffenen hatten das Gefühl, dass die Summen überhaupt nicht zu der kleinen Arbeit passten.
Nachdem das Geld weg war, wurde es schwierig. Die Firmen waren kaum noch erreichbar. Auch bei den Adressen der Unternehmen gab es merkwürdige Details, die nicht stimmten. Die Geschädigten erstatteten Anzeige bei der Polizei.
Die Beamten ermitteln nun wegen des Verdachts auf Wucher. Sie raten allen Bürgern, bei Notdiensten vorsichtig zu sein. Man sollte vor allem auf ein echtes Impressum mit Festnetznummer achten und am besten vorher einen festen Preis oder zumindest einen Kostenrahmen vereinbaren. Wer sich unter Druck setzen lässt oder soforte Zahlungen leistet, läuft Gefahr, abgezockt zu werden.
Wer glaubt, Opfer solcher Firmen geworden zu sein, sollte schnell zur Polizei gehen. Wichtig sind dabei alle Belege, Rechnungen und Chatverläufe. Auch die Bank sollte informiert werden, wenn mit Karte gezahlt wurde.
Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich die Anbieter strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.