Hessen warnt vor hoher Waldbrandgefahr
In Hessen ist die Lage in den Wäldern angespannt. Das Forstministerium hat deshalb am Montag die erste von zwei Alarmstufen (Alarmstufe A) ausgerufen. Der Grund ist das Wetter: Es bleibt sommerlich warm und es regnet zu wenig. Die wenigen Niederschläge der letzten Zeit konnten die Gefahr nicht senken.
Besonders gefährlich ist die Situation, weil der Boden und abgestorbene Bäume extrem ausgetrocknet sind. Das Material brennt fast wie Zunder. Allein seit Jahresbeginn gab es in Hessen schon etwa 100 Waldbrände. Dabei wurden Flächen in der Größe von rund 23 Fußballfeldern vernichtet.
Durch die Alarmstufe wird die Forstverwaltung nun aktiver. Die gefährdeten Gebiete werden stärker überwacht und die Technik für Einsätze wird bereitgehalten. Zudem wird die Zusammenarbeit mit den örtlichen Feuerwehren intensiviert. Für Besucher in Orten wie Mittenaar (Lahn-Dill-Kreis, Hessen) kann das bedeuten, dass Grillplätze geschlossen oder Waldwege gesperrt werden.
Das Ministerium bittet alle Menschen, die im Wald unterwegs sind, extrem vorsichtig zu sein. Rauchen ist im Wald verboten. Auch Zigarettenkippen, die aus dem Auto geworfen werden, können Brände auslösen. Autos dürfen nur auf Parkplätzen stehen und nicht auf trockenem Bewuchs. Wer grillt, muss auf Funkenflug achten und das Feuer komplett löschen.
Zudem sollen die Zufahrtswege für die Rettungskräfte frei bleiben.
Wer einen Brand entdeckt, soll sofort den Notruf 112 wählen und die Feuerwehr informieren.
Quelle: Mittenaar – zur Originalmeldung