Waldbrandgefahr in Siegbach und Mittenaar
In den Gemeinden Siegbach (Lahn-Dill-Kreis, Hessen) und Mittenaar herrscht derzeit eine extrem hohe Waldbrandgefahr. Wochenlang gab es kaum Regen, die Hitze hat den Boden und die Pflanzen komplett ausgetrocknet. Ein einziger Funke kann jetzt ausreichen, um ein großes Feuer auszulösen.
Besonders ein Problem sind zugeparkte Wald- und Feldwege. Erst letzte Woche stand ein Auto mitten auf einem Weg und versperrte die Zufahrt komplett. Für die Feuerwehr ist das lebensgefährlich. Ein Tanklöschfahrzeug wiegt voll beladen über zehn Tonnen und ist über zwei Meter breit. Auf schmalen Wegen kann es weder ausweichen noch wenden. Steht dort ein Auto, kommt die Feuerwehr nicht durch. Die Retter müssten dann zu Fuß mit langen Schläuchen arbeiten, während das Feuer in wenigen Minuten hunderte Meter weiterwandert.
Die Bürgermeister Daniel Philipp und Maik Trumpfheller erinnern zudem an die Regeln: Das Parken von Autos im Wald ist verboten und nur mit Erlaubnis der Besitzer erlaubt. Wer dort parkt, riskiert ein Bußgeld oder muss die Kosten für das Abschleppen zahlen. Zudem dürfen im Wald nicht geraucht oder gegrillt werden.
Die Gemeinden bitten die Bürger um Mithilfe: Nutzen Sie bitte nur die offiziellen Parkplätze. Parken Sie niemals auf trockenem Gras oder Laub, da heiße Katalysatoren das Feuer von unten entfachen können. Werfen Sie keine Zigaretten aus dem Fenster, auch nicht an der B 255 oder an Kreisstraßen. Auch Glasscherben sind gefährlich, weil sie in der Sonne wie ein Brennglas wirken.
Wer Rauch oder Feuer entdeckt, soll sofort die 112 anrufen. Wichtig ist dabei, den Standort so genau wie möglich anzugeben. Am besten nutzt man dafür die Nummern der forstlichen Rettungspunkte, die im Wald stehen.
Quelle: Siegbach – zur Originalmeldung