Hessen: Forstministerium ruft Alarmstufe wegen Waldbrandgefahr aus
In Hessen ist die Lage in den Wäldern angespannt. Das Forstministerium hat am Montag die Alarmstufe A ausgerufen. Das ist die zweithöchste Warnstufe. Der Grund ist das Wetter: Es ist sommerlich heiß und es hat kaum geregnet. Selbst die wenigen Regenschauer der letzten Zeit haben die Situation nicht verbessert.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Im Juli fiel in Hessen nur sehr wenig Regen, ein historischer Tiefstand. Die Sonne und die Hitze haben den Boden ausgetrocknet. Besonders gefährlich sind jetzt trockenes Reisig, abgestorbene Bäume und die Pflanzen am Boden. Diese können wie Zunder wirken und extrem schnell Feuer fangen.
Seit Beginn des Jahres gab es in Hessen bereits etwa 100 Waldbrände. Insgesamt brannten Flächen in der Größe von rund 23 Fußballfeldern ab. Um Schlimmeres zu verhindern, wird die Forstverwaltung nun aktiver. Die gefährdeten Gebiete werden stärker überwacht und die Technik für Einsätze wird bereitgehalten. Zudem wird der Kontakt zu den örtlichen Feuerwehren intensiviert.
Das Ministerium bittet alle Menschen, die im Wald unterwegs sind, extrem vorsichtig zu sein. Rauchen im Wald ist verboten. Auch Zigarettenkippen, die aus dem Auto geworfen werden, können Brände auslösen. Autos dürfen nur auf offiziellen Parkplätzen stehen und nicht auf trockenem Bewuchs. Wer grillt, darf dies nur an ausgewiesenen Stellen tun und muss das Feuer komplett löschen.
Zudem sollen die Zufahrtswege für die Rettungskräfte frei bleiben. Wer einen Brand entdeckt, soll sofort die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112 rufen.
Die Alarmstufe A bedeutet, dass eine fortgesetzt hohe Gefahr besteht. Sollte die Lage noch schlimmer werden, kann die Alarmstufe B folgen. Dann herrscht eine sehr hohe Gefahr und es können auch Grillplätze oder Waldwege flächendeckend gesperrt werden.