Helikopter kalken Waldböden in Lobbach
Das Kreisforstamt Rhein-Neckar-Kreis will den Wald in Lobbach (Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg) schützen. Ab dem 15. Juli 2026 wird auf einer Fläche von etwa 110 Hektar Kalkmaterial ausgebracht. Das betrifft sowohl den Gemeindewald als auch Privatwälder. Konkret geht es um die Walddistrikte „Igel“ und „Stein“, die nordöstlich von Waldwimmersbach liegen.
Damit der Kalk schnell und gleichmäßig verteilt wird, kommt ein Helikopter zum Einsatz. Pro Hektar werden drei Tonnen Material abgeworfen. Das sind etwa 300 Gramm auf jedem Quadratmeter. Die Maßnahme soll die versauerten Böden verbessern und den Wald widerstandsfähiger gegen den Klimawandel machen. Außerdem werden Schwermetalle im Boden gebunden, damit sie nicht ins Trinkwasser gelangen.
Für die Menschen vor Ort gibt es einige Einschränkungen. Aus Sicherheitsgründen werden Teile des Waldes zeitweise gesperrt. Auch der Parkplatz „Rehhecke“ am Wasserrückhaltebecken zwischen Waldwimmersbach und Reichartshausen bleibt vorübergehend zu. Wer an der Straße „Oberer Igel“ wohnt, sollte mit Staub auf den Autos, Dächern oder Solaranlagen rechnen, da die Häuser dort sehr nah am Wald stehen. Die Gemeinde betont jedoch, dass der Staub nicht gesundheitsgefährdend ist und die Helikopter einen Sicherheitsabstand einhalten.
Der genaue Starttermin der Arbeiten ist noch nicht bekannt. Wer im Wald unterwegs ist, soll auf die Hinweisschilder und Sperrungen achten.
Quelle: Lobbach – zur Originalmeldung