Rhein-Sieg-Kreis: Neue Radroute zum UNESCO-Welterbe eröffnet
Wer gerne mit dem Fahrrad unterwegs ist und sich für Geschichte interessiert, hat im Rhein-Sieg-Kreis (Nordrhein-Westfalen) und in Bonn eine neue Möglichkeit für Ausflüge. Die neue Radroute „Niedergermanischer Limes“ ist ab sofort befahrbar. Sie schließt eine wichtige Lücke und verbindet den Deutschen Limes-Radweg im Süden mit der niederländischen Limesroute im Norden.
Die Hauptroute ist an blauen Symbolen zu erkennen. Wer aus Remagen kommt, fährt durch das Wachtberger Ländchen nach Bad Godesberg und weiter am Rhein entlang bis nach Bornheim. Für diejenigen, die noch tiefer in die römische Geschichte eintauchen wollen, gibt es zwei zusätzliche Abstecher, die mit schwarzen Symbolen markiert sind. Eine Rundtour führt durch Alfter und den Kottenforst zu einem ehemaligen römischen Übungslager. Die zweite Zusatzroute führt über Meckenheim und Rheinbach bis zur Römischen Kalkbrennerei in Iversheim in der Stadt Bad Münstereifel.
Die Strecke nutzt ausschließlich Wege, die es schon vorher gab. Es wurden keine neuen Radwege gebaut. Stattdessen wurden die Orientierungshilfen in die bestehende rot-weiße Beschilderung integriert, damit sich die Fahrer gut zurechtfinden. Insgesamt ist die Tour 479 Kilometer lang und führt an 24 Fundplätzen vorbei. Dort erklären Informationstafeln, was an diesen Stellen früher passierte. Der Niedergermanische Limes war über 450 Jahre lang die Grenze des Römischen Reiches und gehört heute zum UNESCO-Welterbe.
Initiator der Route ist der Landschaftsverband Rheinland (LVR), der sich in Nordrhein-Westfalen auch um die Fundplätze kümmert. Wer die Strecke planen möchte, findet alle Details im Radroutenplaner des Landes NRW unter rhein-sieg-kreis.de/Themenrouten oder weitere Informationen unter rhein-sieg-kreis.de/Niedergermanischer-Limes.