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Dresdner Zwinger: Nymphenbad wird aufwendig saniert

Martin Richter und Bärbel Hempel von der Zwingerbauhütte bringen Kompressen aus einem Zellstoff-Ton-Geschmisch an Copyright und Urheber siehe Medienservice Sachsen

Im Dresdner Zwinger wird derzeit das historische Nymphenbad restauriert. Bis zum Spätherbst arbeiten Fachleute an der Rettung des alten Sandsteins.

Im Zwinger in Dresden (Sachsen) gibt es derzeit eine große Baustelle. Das Nymphenbad wird aufwendig saniert. Seit Anfang Juni ist die Brunnenkaskade durch eine umfassende Einhausung geschützt. So können die Steinbildhauer und Restauratoren der Zwingerbauhütte unabhängig vom Wetter arbeiten.

Die Anlage hat über die Jahre stark gelitten. Da der Brunnen jedes Jahr von Mai bis Oktober läuft, hat das Wasser den weichen Sandstein angegriffen. Überall haben sich Algen, Moose und Flechten festgesetzt. Außerdem ist Kalk aus den Fugen gewaschen worden und hat hässliche Schleier auf den Wänden und Figuren hinterlassen. Die letzte große Sanierung liegt bereits seit 2008 zurück.

Die Experten gehen nun sehr vorsichtig vor. Kalkschichten werden mit Bürsten, Meißeln oder Ameisensäure entfernt. Algen und Moos werden mit Wasserdampf weggesteamt. Ein wichtiger Teil der Arbeit ist die Entsalzung: Martin Richter und Bärbel Hempel von der Zwingerbauhütte legen dafür spezielle Kompressen aus Zellstoff und Ton auf den Stein. Diese ziehen die Salze aus dem Gestein. Das Ganze wird so oft wiederholt, bis chemische Tests zeigen, dass die Salzwerte wieder im grünen Bereich sind.

Einige Teile des Brunnens fehlen momentan an ihrem Platz. Die filigranen Figuren der Balustraden und die Skulpturen von Nymphen und Meeresgöttern wurden mit einem Kran abgebaut. Sie werden jetzt in den Werkstätten der Zwingerbauhütte instand gesetzt. Gleichzeitig fertigen die Handwerker Nachbildungen der sogenannten Prallsteine an, damit die Originale in Zukunft geschont werden.

Das Nymphenbad ist ein echtes Stück Geschichte. Es wurde zwischen 1712 und 1719 aus Elbsandstein erbaut, passend zur Hochzeit von Kurprinz Friedrich August II. und Maria Josepha von Österreich. Die aktuellen Arbeiten sollen im Spätherbst dieses Jahres fertig sein.

Quelle: Medienservice Sachsen – zur Originalmeldung

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