Heide: Elfjähriger legte Bauzaun auf Gleise
Es war Freitagabend gegen 17.30 Uhr, als ein Zug der Nordbahn auf der Strecke zwischen Büsum und Heide (Schleswig-Holstein) plötzlich ein Hindernis auf den Schienen bemerkte. Ein Metall-Bauzaun lag mitten auf den Gleisen. Der Fahrer leitete sofort eine Schnellbremsung ein, doch er konnte nicht mehr rechtzeitig anhalten. Der Zug überfuhr das Zaunelement.
An Bord befanden sich 40 Reisende. Glücklicherweise wurde niemand verletzt und der Zug war danach immer noch fahrbereit. Trotzdem kam es durch den Vorfall zu Verspätungen und einigen Zugausfällen auf der Strecke.
Die Bundespolizei suchte den Bereich sofort ab und fand einen 11-jährigen Jungen. Der Junge gab zu, den Zaun in die Gleise gelegt zu haben. Er hatte das Zaunelement mit Kabelbindern befestigt. Als Grund nannte er Langeweile.
Der Vater des Jungen holte ihn später ab. Die Beamten erklärten beiden eindringlich, wie gefährlich es ist, sich im Bahnbereich aufzuhalten oder Gegenstände auf die Schienen zu legen. Solche Aktionen können im schlimmsten Fall zu einer Entgleisung führen oder Menschen im Zug durch das starke Bremsen verletzen.
Neben der Verwarnung durch die Polizei könnten nun noch finanzielle Folgen auf den Jungen zukommen. Es ist möglich, dass Regressforderungen für die entstandenen Schäden und Verzögerungen gestellt werden.
Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich der Junge strafbar gemacht hat, klärt nun die zuständige Behörde. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Bundespolizeiinspektion Flensburg – zur Originalmeldung