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Hannover: Tausende müssen wegen Bombenverdacht ihre Häuser verlassen

In Misburg-Nord wurden Überreste aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Am 4. Oktober müssen rund 17.500 Menschen ihren Wohnort vorübergehend verlassen.

In Hannover (Niedersachsen) wird ein neues Wohngebiet im Bereich Steinbruchsfeld-Ost in Misburg-Anderten vorbereitet. Bevor dort Kanäle und Leitungen verlegt werden können, suchten Experten den Boden nach Kampfmitteln aus dem Zweiten Weltkrieg ab. Dabei stießen sie auf zwei Stellen, an denen vermutlich Bomben im Boden liegen.

Um die Funde genau zu untersuchen und sie gegebenenfalls zu entschärfen, muss ein großer Sicherheitsbereich eingerichtet werden. Der Kreis erstreckt sich über 1.000 Meter um die Fundstellen. Deshalb müssen am Samstag, den 4. Oktober, alle Bewohner in diesem Bereich ab 9 Uhr morgens aus ihren Häusern raus.

Insgesamt sind etwa 17.500 Menschen betroffen. Die Stadt hat für die Evakuierung eine Betreuungsstelle in der IGS Roderbruch in der Rotekreuzstraße eingerichtet. Wer kein eigenes Auto hat, kann kostenlose Busse nutzen. Diese halten unter anderem an der Schierholzstraße, der Kafkastraße, am Forstkamp, am Meyers-Garten, der Kampstraße, am Seelberg, zum Brookland sowie an der Hannoversche Straße und der Grenzstraße.

Die Feuerwehr rät den Betroffenen, wichtige Dinge wie Medikamente, Spezialnahrung für Babys oder passende Kleidung mitzunehmen. Da die Arbeiten Zeit brauchen, können die Menschen voraussichtlich erst am Abend wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Wer nicht gut zu Fuß ist, kann sich unter der Nummer 19222 einen Krankentransport bestellen. Für weitere Fragen gibt es ein Bürgertelefon unter 0800 / 7 31 31 31, das bereits am Freitag und Samstag sowie am Einsatztag erreichbar ist. Ob die eigene Adresse im Gefahrenbereich liegt, lässt sich online auf den Seiten der Stadt oder der Feuerwehr prüfen.

Die Entschärfung kann erst starten, wenn alle Sicherheitsmaßnahmen greifen und der Bereich leer ist. Die Ermittlungen und die Sicherung des Geländes dauern an.

Quelle: Feuerwehr Hannover – zur Originalmeldung

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