Bremen: Waffenverbot im Hauptbahnhof verlängert
Im Hauptbahnhof Bremen (Bremen) bleibt es bei strengen Regeln für Waffen. Die Bundespolizeidirektion Hannover hat entschieden, das Mitführverbot für gefährliche Gegenstände zu verlängern. Ab dem 1. September 2026 gilt die Regelung wieder, und zwar bis zum 30. September 2026.
Das Verbot ist deutlich: Messer aller Art, Schusswaffen, Schreckschusswaffen sowie Hieb-, Stoß- und Stichwaffen sind im Bahnhof tabu. Das gilt für das gesamte Gebäude und auch für die Bahnsteige. Nur die Passage „Bürgerweide“ ist von diesem Verbot nicht betroffen. Es gibt zwar einige wenige Ausnahmen, diese stehen aber im Detail der behördlichen Verfügung.
Die Bundespolizei wird die Regeln im Bahnhof genau überwachen. Wer trotzdem eine Waffe dabei hat, muss mit harten Konsequenzen rechnen. Die Beamten können die Person vom Bahnhof verweisen oder ihr ein komplettes Hausverbot erteilen. In manchen Fällen dürfen die Betroffenen den Bahnhof gar nicht mehr nutzen. Wer uneinsichtig ist, muss zudem mit einem Zwangsgeld rechnen. Das passiert unabhängig davon, ob die Polizei wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz ein Strafverfahren einleitet.
Die Polizei begründet diesen Schritt mit der aktuellen Lage. Es gebe zu viele Fälle von Körperverletzungen mit Messern oder anderen gefährlichen Werkzeugen. Allein das Mitführen solcher Waffen sorge für Unruhe und gefährde die Sicherheit der Reisenden und der Menschen in der Stadt.
Die Beamten warnen zudem davor, Waffen zur Selbstverteidigung zu tragen. Das gebe oft nur eine falsche Sicherheit. In einem Streit könne eine Waffe die Situation schnell eskalieren lassen, anstatt sie zu beruhigen. Zudem sei es für die Polizei oft schwer zu erkennen, wer eigentlich das Opfer und wer der Täter ist, wenn beide eine Waffe haben. Im schlimmsten Fall könne die Waffe auch gegen den eigenen Träger verwendet werden.
Als Alternative schlägt die Polizei sogenannte Schrillalarme oder Taschenalarme vor. Diese machen durch einen lauten Ton aufmerksam und schrecken Täter ab, weil plötzlich viele Zeugen aufmerksam werden. Weitere Tipps zur Sicherheit gibt es auf der Internetseite der Polizei-Beratung.
Quelle: Bundespolizeidirektion Hannover – zur Originalmeldung