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Hamburg: Jugendliche überfallen Haus und verletzen Mann schwer

Eine Gruppe von Jugendlichen drang gewaltsam in ein Haus in Billwerder ein. Ein 51-jähriger Mann wurde dabei schwer verletzt.

Am Sonntagabend gegen 19:30 Uhr klingelten zwei Mädchen an der Tür eines Einfamilienhauses im Billwerder Billdeich (Hamburg). Sie nutzten einen Vorwand, um die 83-jährige Bewohnerin dazu zu bringen, die Tür zu öffnen. In diesem Moment stürmten plötzlich vier maskierte Jungen ins Haus. Die Gruppe durchsuchte das Gebäude nach Wertsachen.

Im Obergeschoss trafen die Täter auf einen 51-jährigen Verwandten der Frau. Die Jugendlichen bedrohten ihn mit einer Stichwaffe und zwangen ihn, Schmuck und Bargeld herauszugeben. Bei dem Angriff wurde der Mann schwer verletzt. Er erlitt mehrere Stich- und Schnittverletzungen. Ein Notarzt begleitete ihn direkt in ein Krankenhaus.

Nach dem Überfall flohen die Täter mit der Beute. Die Polizei startete sofort eine große Suche. Sogar ein Hubschrauber der Bundespolizei und ein Hund waren im Einsatz, doch die Räuber konnten zunächst nicht gefasst werden. Weil die Angehörigen des Verletzten unter Schock standen, kümmerte sich ein Team vom Roten Kreuz um sie.

Die Ermittler werteten Videoaufnahmen aus der Umgebung aus und kamen schnell auf die Spur mehrerer Jugendlicher. Es besteht der Verdacht, dass die Täter die Opfer bereits kannten. Daraufhin durchsuchten rund 85 Polizisten, darunter auch Spezialeinheiten, sieben Wohnungen in Bergedorf und Lohbrügge.

Bei den Razzien wurden drei Jugendliche festgenommen: ein 16-Jähriger aus Bergedorf, ein 16-Jähriger aus Lohbrügge und ein 14-Jähriger aus Bergedorf. Letzterer wurde erst am späten Abend von Zivilfahndern geschnappt. Die drei Jugendlichen kamen ins Untersuchungsgefängnis. In den Wohnungen fanden die Beamten viele Beweise.

Weitere Jugendliche waren in die Ermittlungen verwickelt. Ein 15-jähriger Junge, ein 16-jähriger Pole und ein 16-jähriges Mädchen konnten jedoch entlastet werden. Eine 15-jährige Deutsche stellte sich gemeinsam mit ihren Eltern auf dem Polizeirevier. Sie wurde nach den Befragungen wieder nach Hause geschickt.

Ob und inwieweit sich die Jugendlichen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft Hamburg. Die Ermittlungen zu zwei weiteren Tatverdächtigen dauern noch an. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Polizei Hamburg – zur Originalmeldung

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