Halle: Neue Trinkwasserleitung zwischen Sennewitz und Trotha fertig
In Halle (Sachsen-Anhalt) ist ein wichtiges Projekt zur Wasserversorgung abgeschlossen. Die Hallesche Wasser und Stadtwirtschaft (HWS) hat einen zentralen Teil der Trinkwasser-Westleitung erneuert. Die Strecke verläuft von der Ortslage Sennewitz bis zu einem Bauwerk an der B6 in Trotha.
Insgesamt wurden rund 1.355 Meter Leitung ausgetauscht. Die alte Leitung aus Stahl stammte noch aus dem Jahr 1962. Sie hatte zwar lange Zeit zuverlässig funktioniert, war aber mittlerweile so alt, dass sie ersetzt werden musste. Die neue Leitung besteht aus Polyethylen (PE) und hat einen Außendurchmesser von etwa 905 Millimetern. Damit ist das Rohr für die nächsten 80 Jahre gerüstet.
Besonders war die Art und Weise, wie die Arbeiter vorgegangen sind. Anstatt die gesamte Strecke aufzugraben, nutzte die HWS ein Einzugsverfahren. Dabei wurde die neue PE-Leitung einfach in die alte, größere Stahlleitung hineingezogen. Das sparte viele Baustellen. Es waren nur wenige Baugruben am Anfang, am Ende und an zwei Stellen nötig, wo die Leitung die Richtung ändert. Der Zwischenraum zwischen den beiden Rohren wurde danach mit einem speziellen Material aufgefüllt. Für die Anwohner bedeutete das vor allem weniger Lärm und weniger Staub.
Von dieser Modernisierung profitieren vor allem die Menschen in Halle-Neustadt, im Norden der Stadt sowie in angrenzenden Gebieten des Saalekreises. Diese Regionen werden weiterhin zuverlässig über das Fernwassersystem versorgt.
Die HWS betont zudem, dass die Wasserqualität in der Stadt streng kontrolliert wird. An 56 verschiedenen Messstellen im Stadtgebiet wird das Wasser regelmäßig beprobt. Die Ergebnisse zeigen, dass das Trinkwasser alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt und sicher aus dem Hahn getrunken werden kann.