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Halle: Beratung für Opfer des SED-Unrechts

Wer unter der SED-Diktatur gelitten hat, kann am 10. September in Halle Hilfe bekommen. Es geht um Entschädigungen und die Aufarbeitung der Vergangenheit.

In Halle (Sachsen-Anhalt) gibt es am 10. September wieder einen Beratungstermin für Menschen, die unter dem SED-Unrecht gelitten haben. Von 11 bis 17 Uhr stehen Experten bereit, um Betroffenen zu helfen. Die Termine finden in der Großen Ulrichstraße 51 statt, im Verein für erlebte Geschichte „Zeit-Geschichte(n) e. V.“.

Die Liste der Dinge, die damals passiert sind, ist lang. Dazu gehören politische Haft, Enteignungen, Zwangsaussiedlungen oder die Verweigerung von Schulabschlüssen. Auch Staatsdoping oder die grundlose Einweisung in Heime fallen darunter. Wer solche Erfahrungen gemacht hat, hat oft einen Anspruch darauf, dass sein Leid gelindert wird.

Der Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt berät an diesem Tag gemeinsam mit dem Verein zu verschiedenen Themen. Es geht zum Beispiel darum, wie man beruflich oder strafrechtlich rehabilitiert wird. Auch die Anerkennung von gesundheitlichen Folgeschäden, psychosoziale Unterstützung oder die Einsicht in die Stasi-Akten sind wichtige Punkte. Zudem gibt es Hilfe bei Entschädigungen für Menschen, die aus dem Grenzgebiet zwangsaussiedelt wurden.

Ein wichtiger Grund für den Termin: Seit dem 1. Juli 2025 gibt es neue Regeln. Die Möglichkeiten für Entschädigungen und Rehabilitierungen wurden verbessert und das Angebot an Leistungen wurde erweitert.

Die Gespräche finden einzeln und vertraulich statt. Deshalb muss man sich vorher zwingend anmelden. Das geht über die Telefonnummer 0391 28921024 oder per E-Mail an [email protected]. Die Anmeldungen müssen innerhalb der üblichen Bürozeiten erfolgen.

Quelle: Halle (Saale) – zur Originalmeldung

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