Gütersloh: Abkochgebot für Trinkwasser bleibt vorerst bestehen
Seit dem 24. Juli müssen Bewohner in einem Teil von Gütersloh (Nordrhein-Westfalen) ihr Trinkwasser vor dem Gebrauch abkochen. Das Gesundheitsamt des Kreises hat diese Anordnung ausgesprochen, nachdem die Stadtwerke eine Keimbelastung im Netz festgestellt hatten.
Betroffen ist das Gebiet zwischen der Hülsbrockstraße im Norden, dem Stadtring Nordhorn im Westen, der Carl-Bertelsmann-Straße im Süden und dem Umspannwerk Avenwedde bzw. dem Efeuweg im Osten. Die Stadtwerke spülen derzeit die Leitungen und nehmen immer wieder Proben. Seit dem letzten Freitag wird das Wasser zudem gechlort. Das kann dazu führen, dass das Wasser anders riecht oder schmeckt.
Da die Körperpflege für manche Menschen nun schwierig ist, gibt es eine Lösung: Wer zu einer Risikogruppe gehört, darf im Freizeitbad „Welle“ am Stadtring Sundern 10 und im Nordbad-Freibad in der Kahlertstraße 70 kostenlos duschen. Das Angebot gilt zu den normalen Öffnungszeiten.
Besonders gefährdet sind laut Gesundheitsamt Säuglinge, Menschen mit schwacher Immunabwehr, Krebspatienten unter Chemotherapie und Organtransplantierte. Auch Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen, schlecht heilenden Wunden oder Bewohner von Pflegeheimen sollten vorsichtig sein. Alle anderen können das Wasser für die Körperpflege weiterhin normal nutzen.
Die Stadtwerke berichten, dass die Werte zwar sinken, aber noch nicht überall bei Null liegen. Erst wenn mehrere Proben hintereinander sauber sind, kann die Chlorung gestoppt werden. Auch danach müssen weitere Tests über mehrere Tage hinweg unauffällig bleiben, bevor das Abkochgebot endgültig aufgehoben wird.
Parallel dazu suchen die Wasserversorger und das Gesundheitsamt nach der Ursache für die Verunreinigung. Weitere Informationen gibt es unter www.stadtwerke-gt.de/info-trinkwasser.
Quelle: Gütersloh – zur Originalmeldung