Rietberg räumt alte Mülldeponie an der Mastholter Straße
In Rietberg (Kreis Gütersloh, Nordrhein-Westfalen) wird derzeit an der Mastholter Straße eine alte Mülldeponie aufgeräumt. Die Arbeiten haben vor einigen Wochen begonnen. Die Stadt muss den Boden von Altlasten befreien, weil die Firma Karl Brand GmbH an diesem Standort ihre neue Firmenzentrale bauen will.
Auf einer Fläche von 8200 Quadratmetern wird nun in drei Abschnitten gegraben. Dabei kommt alles zum Vorschein, was früher einfach im Boden versenkt wurde. Der Müll liegt in verschiedenen Tiefen, mal nur 50 Zentimeter unter der Oberfläche, mal bis zu 2,30 Meter tief. Gefunden werden Plastikflaschen, Joghurtbecher, alte Fahrräder, Spielzeug, Kleidung, Werkzeuge, Autoreifen und Schuhe.
Damit die Arbeiter genau sehen, wo der Müll liegt und welche Stellen sauber sind, muss zuerst das Grundwasser abgesenkt werden. Das Wasser wird vor Ort durch große Aktivkohlefilter gereinigt, bevor es wieder in den Boden zurückfließt. Die Stadtverwaltung hat dafür vorab ein Konzept erstellt. Auch der Kreis Gütersloh als Bodenschutzbehörde ist in den Ablauf eingebunden.
Die Deponie war vom 4. Juli 1968 bis zum 4. Januar 1974 offiziell genehmigt. In dieser Zeit brachten Bürger und Firmen ihren Hausmüll, Sperrmüll, Bauschutt und Gewerbemüll dorthin. Was heute unvorstellbar ist, war in den 1970er-Jahren in vielen Städten völlig normal.
Die Entsorgungsarbeiten sollen voraussichtlich bis Ende Oktober abgeschlossen sein. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.
Quelle: Rietberg – zur Originalmeldung