Großrazzia gegen Schwarzarbeit in Gebäudereinigungsbranche
Am frühen Morgen des 6. August 2026 startete eine riesige Aktion gegen Betrug in der Gebäudereinigungsbranche. Insgesamt 260 Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit waren im Einsatz. Im Auftrag der Staatsanwaltschaften aus Hagen und Essen suchten sie gleichzeitig 30 verschiedene Objekte ab.
Die Durchsuchungen verteilten sich über ein großes Gebiet. Die Beamten waren unter anderem in Dortmund (Nordrhein-Westfalen), Hagen, Bochum, Arnsberg, Dorsten, Gütersloh, Hattingen, Herdecke, Münster, Warendorf, Saerbeck und sogar bis nach Saarbrücken unterwegs. Den meisten Druck machten die Ermittler im Raum Hagen.
Die Beamten durchsuchten sowohl Privatwohnungen als auch Geschäftsräume. Dabei suchten sie nach Beweisen für ein spezielles System: Die Beschuldigten sollen über längere Zeit sogenannte Abdeckrechnungen gekauft haben. Damit wollten sie vermutlich Schwarzlohnzahlungen an ihre Mitarbeiter verstecken und so Steuern und Sozialabgaben sparen.
Die Ermittler fanden eine Menge Material vor. Sie nahmen Geschäftsunterlagen, Computer-Datenträger und Handys mit, um sie nun genau zu prüfen. Unterstützt wurden die Beamten dabei von Experten für digitale Forensik und Spezialisten für Vermögensermittlungen. Festgenommen wurde bei der Aktion allerdings niemand.
Der finanzielle Schaden ist enorm. Die Sozialversicherungsträger und der Staat haben durch die Masche wohl rund 1,5 Millionen Euro verloren.
Da die Ermittlungen noch laufen, gibt es derzeit keine weiteren Details. Ob und inwieweit sich die Beteiligten strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.