Dortmund: Betrunkener Mann greift Rettungskräfte im Wagen an
Es war kurz nach Mitternacht in der Nacht zu Donnerstag, als es in der Straße Am Bruchheck in Dortmund-Hörde (Nordrhein-Westfalen) zu einem Vorfall kam. Ein 39-jähriger Mann aus Dortmund hatte eine Schnittwunde am Unterarm. Die Besatzung eines Rettungswagens versorgte ihn im Fahrzeug und wollte ihn in ein Krankenhaus bringen.
Plötzlich änderte sich die Lage. Der Mann griff die Retter unvermittelt an und schlug einem von ihnen gegen den Kopf. Daraufhin kam die Polizei zum Einsatz. Die Beamten zogen den Mann aus dem Wagen und drückten ihn am Boden fest, um ihn zu fixieren.
Der Mann hatte wohl getrunken und wehrte sich weiter heftig. Als die Polizisten ihn fesseln wollten, biss er einem Beamten in die Hand. Da der Polizist Einsatzhandschuhe trug, blieb die Verletzung glücklicherweise leicht. Ein weiterer Beamter zog sich bei dem Kampf eine Schürfwunde an der Hand zu. Beide konnten ihren Dienst trotzdem fortsetzen.
Zuerst sollte der Mann in den Polizeigewahrsam. Doch die Schnittwunde am Arm musste noch behandelt werden. Der Polizeiarzt entschied deshalb, dass er nicht in die Zelle kann. Schließlich brachte ein Krankentransportwagen den Mann unter Aufsicht der Polizei in ein Krankenhaus.
Nach der medizinischen Versorgung und den Befragungen wurde der Mann wieder entlassen, da die Voraussetzungen für eine Untersuchungshaft nicht vorlagen. Nun stehen mehrere Strafverfahren gegen ihn aus. Er soll Rettungskräfte und Polizisten angegriffen und beschimpft sowie bedroht haben.
Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.