Große Polizeikontrolle in Hamburg mit Festnahme
Am Donnerstag war die Polizei in Hamburg (Hamburg) im großen Stil unterwegs. Von 6 Uhr morgens bis 22 Uhr kontrollierten etwa 150 Beamte insgesamt 550 Fahrzeuge und 535 Menschen. Im Fokus standen vor allem Fehler beim Abbiegen, Wenden und die Vorfahrt. Die Bilanz war hoch: Allein 332 Menschen machten Fehler beim Abbiegen oder Wenden. Zudem wurden 96 Parkverstöße und 37 Fälle von Handynutzung am Steuer festgestellt. 34 Fahrer ignorierten rote Ampeln, und 11 Leute waren zu schnell unterwegs.
Besonders auffällig war ein Fall in der Holsteiner Chaussee. Dort stoppten die Beamten einen 17-Jährigen auf einem E-Scooter. Das Gerät war getunt und schaffte bis zu 50 km/h, was nicht erlaubt ist. Der Jugendliche hatte zudem keinen Führerschein und keine Versicherung für den Roller. Die Polizei nahm den E-Scooter mit.
Ein anderer Fahrer hatte mehr zu befürchten. Eine Streife stoppte einen Pkw-Fahrer, der keinen gültigen Führerschein besaß. Bei dem 40-jährigen Albaner kam zudem heraus, dass er sich vermutlich illegal in Deutschland aufhält. Auch für das Auto fehlte die Versicherung. Die Polizisten nahmen den Mann vorläufig fest.
In der Habichtstraße gab es einen weiteren Vorfall. Ein Mann hatte wohl Drogen oder Medikamente genommen und war so nicht fahrtüchtig. Die Beamten ordneten eine Blutprobe an und untersagten ihm die Weiterfahrt.
Neben den Kontrollen gab es an der Kennedybrücke am Alsterufer eine Aktion namens „Perspektivwechsel“. Dort wurde mit einem Lkw gezeigt, wie gefährlich Abbiegesituationen für Fußgänger und Radfahrer sind. Passanten durften in die Fahrerkabine steigen, um zu sehen, welche toten Winkel ein Lkw-Fahrer hat.
Insgesamt wurden fünf Verfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und vier wegen fehlender Versicherung eingeleitet. Ein Fahrzeug wurde von der Polizei sichergestellt. Ob und inwieweit sich die Verdächtigen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen dauern an.