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Hamburg: Italiener wegen illegaler Prostitutions-Vermittlung festgenommen

Die Bundespolizei hat in Hamburg ein Netzwerk zerschlagen, das Frauen aus Südamerika für das Rotlichtmilieu einschleuste.

Ein Mann aus Italien ist in Hamburg (Freie und Hansestadt Hamburg) festgenommen worden. Er soll gewerbsmäßig Frauen aus der Dominikanischen Republik, Venezuela und Kolumbien nach Deutschland geholt haben. Die Frauen gaben bei den Grenzkontrollen vor, nur als Touristinnen in die EU zu kommen. In Wahrheit sollten sie in Hamburg illegal in der Prostitution arbeiten.

Der Verdächtige fungierte dabei als zentraler Draht für die Frauen. Er mietete sogenannte Modellwohnungen an verschiedenen Orten in der Stadt, in denen die Frauen dann arbeiteten. Außerdem kümmerte er sich gegen Bezahlung um die Werbung im Internet, um Kundinnen und Kunden zu finden. Mit diesem System soll er viel Geld verdient haben.

Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Hamburg führten die Beamten der Bundespolizei Durchsuchungen an sechs verschiedenen Objekten durch. Dabei stießen sie auf 13 Frauen und eine weitere Person, die vermutlich ohne gültige Papiere im Land sind.

Die Polizisten nahmen eine Menge Beweismittel mit. Sie sicherten Mobiltelefone, Datenträger und Dokumente. Außerdem fanden sie hochwertige Luxusuhren und 20.000 Euro in bar. Die Beamten werten diese Funde nun aus, um mehr über die Schleuserbande herauszufinden.

Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Bundespolizeidirektion Hannover – zur Originalmeldung

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