Greifswald: Masken-Dieb aus Lokomotiven überführt
Alles begann am späten Nachmittag des 2. September 2026. Ein Sicherheitsunternehmen der Bahn bemerkte, dass aus Lokomotiven im Raum Hamburg Atemschutzmasken verschwunden waren. Fast zeitgleich entdeckte man auf einer Online-Plattform genau diese Masken. Sie wurden in Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) zum Verkauf angeboten.
Um den Verkäufer zu überführen, wurde für denselben Abend eine Übergabe in der Hansestadt vereinbart. Die Kriminalpolizei aus Anklam beobachtete das Treffen genau. Als der 33-jährige Deutsche auftauchte, um die Ware zu übergeben, griffen die Beamten zu. Sie stellten den Mann und nahmen die Masken sofort an sich.
Kurz darauf durchsuchten die Polizisten auf Anweisung der Staatsanwaltschaft die Wohnung des Verdächtigen. Dort fanden sie zwei weitere Masken, die sie ebenfalls sicherstellten. Die Ermittler vermuten, dass auch diese Teile zu dem Diebesgut gehören.
Die Polizei geht davon aus, dass zwischen Mai 2024 und September 2026 in großem Stil Masken aus Lokomotiven geklaut wurden. Jedes Teil kostet etwa 200 Euro. Insgesamt geht die Polizei von einem Schaden im fünfstelligen Bereich aus.
Das Problem ist: Die Masken sind lebenswichtige Notfallausrüstung für die Lokführer. Deshalb ist die Sache besonders ernst. Der Mann muss sich nun nicht nur wegen Diebstahls und Hehlerei verantworten, sondern auch wegen der Beeinträchtigung von Nothilfemitteln.
Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Polizeipräsidium Neubrandenburg – zur Originalmeldung