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Gorleben: Diskussion über Lagerung von Atommüll

Ausschuss Atomanlagen mit Staatssekretär BMUKN J. Flasbarth. Sitzungsraum © Landkreis Lüchow-Dannenberg Foto: © Landkreis Lüchow-Dannenberg

Im Wendland wird darüber gestritten, wie lange der hochradioaktive Müll in Gorleben bleiben darf. Ein Staatssekretär aus Berlin besuchte den Ausschuss für Atomanlagen.

In Gorleben (Landkreis Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen) herrscht große Unsicherheit über die Zukunft des Atommülls. Aktuell stehen dort 113 Castor-Behälter mit hochradioaktivem Abfall. Die Genehmigung für diese Lagerung läuft im Jahr 2034 aus. Da es aber noch Jahrzehnte dauern wird, bis ein endgültiges Endlager fertig ist, muss eine Lösung für die Zeit dazwischen gefunden werden.

Deshalb kam Jochen Flasbarth, ein Staatssekretär aus dem Bundesumweltministerium, zu einer Sitzung des Ausschusses für Atomanlagen. Der Saal war bis auf den letzten Platz voll, denn die Menschen vor Ort wollen wissen, was passiert, wenn die Frist abläuft. Flasbarth erklärte, dass die Sicherheit der Anlage ständig überprüft werden müsse. Er ist in der Region bekannt, da er bereits 2021 die Schließung des Salzstocks in Gorleben besiegelt hat. Deshalb war die Stimmung bei dem Treffen insgesamt gut.

Kritik kam jedoch von der Bürgerinitiative Umweltschutz. Die Mitglieder bemängelten, dass die Wände der Lagerhalle in Gorleben zu dünn seien. Sie verglichen die Anlage mit einem Lager in Lubmin, wo deutlich dickere Wände beantragt wurden. Landrätin Dagmar Schulz betonte, dass man bei den neuen Genehmigungen besonders auf die Sicherheitsvorkehrungen achten müsse.

Das Verfahren in Gorleben ist wichtig für ganz Deutschland, da es als Vorbild dient. Hier läuft die Frist nämlich als erste aus. Zwei Jahre später, im Jahr 2036, endet dann die Genehmigung für das Zwischenlager in Ahaus.

Wie genau die verlängerte Lagerung nun rechtlich und technisch gelöst wird, bleibt abzuwarten. Die Gespräche zwischen dem Bund und den Vertretern vor Ort dauern an.

Quelle: Gartow – zur Originalmeldung

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