Gorleben: Diskussion über Atommüll-Lagerung im Wendland
Im Landkreis Lüchow-Dannenberg (Niedersachsen) geht es derzeit heiß her. Im Zentrum steht das Zwischenlager in Gorleben, in dem 113 Castor-Behälter mit hochradioaktivem Abfall lagern. Die aktuelle Genehmigung für diese Lagerung läuft im Jahr 2034 aus. Da ein endgültiges Endlager aber noch Jahrzehnte dauern wird, muss eine Lösung für die Zeit danach gefunden werden.
Um dieses Thema zu besprechen, kam Jochen Flasbarth aus dem Bundesumweltministerium zu einer Sitzung des Ausschusses für Atomanlagen. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Menschen im Wendland wollen genau wissen, was mit dem Müll passiert. Flasbarth erklärte, dass die Sicherheit ständig nach dem neuesten Stand der Wissenschaft und Technik geprüft werden müsse. Da er bereits 2021 die Schließung des Salzstocks in Gorleben besiegelt hatte, herrschte in dem Raum eine gute Stimmung und man vertraute ihm weitgehend.
Nicht alle waren jedoch zufrieden. Mitglieder der Bürgerinitiative Umweltschutz kritisierten die Bauweise der Lagerhalle. Sie bemängelten, dass die Wände in Gorleben zu dünn seien. Als Beispiel nannten sie das Lager in Lubmin, wo deutlich dickere Wände von 180 Zentimetern beantragt wurden. Martin Donat, der den Ausschuss leitet und gleichzeitig Vorsitzender der Bürgerinitiative ist, brachte diese Kritik in die Runde ein.
Landrätin Dagmar Schulz betonte, dass man bei den neuen Genehmigungsprozessen besonders auf die Sicherheitsvorkehrungen für die Zukunft achten müsse. Sie hofft nun auf ein gemeinsames, gutes Verfahren. Das Ganze ist ein Testlauf für ganz Deutschland: In Gorleben läuft die Frist als erste ab, zwei Jahre später im Jahr 2036 folgt dann das Zwischenlager in Ahaus.
Wie genau die verlängerte Lagerung nun rechtlich und technisch gesichert wird, bleibt abzuwarten. Die Ermittlungen und Planungen dazu dauern an.