Glienicke/Nordbahn: Wasser wird knapp
In Glienicke/Nordbahn (Landkreis Oberhavel, Brandenburg) wird das Wasser knapp. Die Gründe dafür sind lange Trockenphasen, extrem hohe Temperaturen und zu wenig Regen. Das führt dazu, dass die Wasserstände in Seen, Flüssen und Gräben sinken. Auch das Grundwasser geht zurück, weil die wenigen Regenfälle von den Pflanzen aufgesogen werden und kaum etwas im Boden ankommt.
Das ist nicht nur ein Problem für die Gartenbesitzer. Wenn in den Gewässern zu wenig Wasser ist und die Temperaturen steigen, fehlt dem Wasser der Sauerstoff. Das kann dazu führen, dass Fische sterben.
Die Behörden warnen deshalb vor illegalen Wasserentnahmen. Wer mit einer Pumpe Wasser aus einem Gewässer holt, braucht eine offizielle Erlaubnis. Wer das ohne Genehmigung macht, riskiert ein hohes Bußgeld von bis zu 50.000 Euro. Wer nur mit Eimern oder Gießkannen Wasser schöpft, darf das weiterhin tun.
Um die Vorräte zu schonen, gibt es konkrete Tipps für den Alltag. Im Garten sollte man zwischen 8 und 20 Uhr nicht gießen, da das Wasser in der Mittagshitze einfach verdunstet. Besser sind die Nacht oder der frühe Morgen. Zudem wird empfohlen, auf das Gießen vom Rasen zu verzichten und lieber nur die wichtigen Zier- und Nutzpflanzen zu wässern. Regentonnen oder Zisternen helfen dabei, den Regen besser zu nutzen.
Auch bei Pools ist Vorsicht geboten. Diese sollten nicht zu den Hauptzeiten mit Trinkwasser gefüllt werden, da sonst der Druck im Leitungsnetz für alle sinken kann. Eine Abdeckung hilft, die Verdunstung zu stoppen, die im Sommer bis zu 20 Liter pro Quadratmeter und Tag betragen kann.
Zusätzlich erinnert der Landkreis daran, dass Regenwasser auf dem eigenen Grundstück versickern soll und nicht in die Kanalisation fließen darf. Das hilft, das Grundwasser wieder aufzufüllen. Sollten die Wasserstände weiter sinken, könnte die Entnahme von Oberflächenwasser komplett verboten werden.