Glienicke/Nordbahn: Verdacht auf Asbest-Freisetzung bei Abriss
In der Hattwichstraße 1 in Glienicke/Nordbahn (Landkreis Oberhavel, Brandenburg) wird derzeit ein Haus abgerissen. Dabei wurden auch Dachplatten entfernt, die Asbest enthalten. Das ist an sich erlaubt, solange man sich genau an die strengen Regeln für den Arbeitsschutz und die Entsorgung hält.
Doch am Montag, den 3. August 2026, meldeten sich Mitarbeiter der benachbarten Kita Mischka bei der Gemeinde. Sie hatten Hinweise, dass beim Umgang mit dem Asbest etwas schiefgelaufen sein könnte. Es besteht der Verdacht, dass die Platten unsachgemäß behandelt wurden und gefährliche Fasern in die Luft gelangten.
Die Verwaltung hat sofort reagiert und noch am selben Montag den Umweltschutz des Landkreises Oberhavel informiert. Am Mittwoch, den 5. August, hat der Landkreis die Sache dann an das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit Brandenburg weitergegeben. Die zuständigen Behörden haben die Baustelle bereits besichtigt, um zu prüfen, ob die Vorschriften eingehalten wurden.
Weil die endgültige Bewertung noch fehlt, rät die Gemeinde den Leuten, die direkt an der Baustelle wohnen, zur Vorsicht. Sie sollen Fenster und Türen möglichst geschlossen halten und den Bereich der Baustelle meiden. Diese Empfehlung gilt vorsorglich, egal ob am Ende ein Fehler nachgewiesen wird oder nicht.
Die Gemeinde arbeitet eng mit den Fachbehörden zusammen, um den Vorfall aufzuklären. Sobald es feste Ergebnisse gibt, wird die Öffentlichkeit informiert. Ob tatsächlich eine Gefahr durch Asbestfasern bestand, wird derzeit noch geprüft.