Giftiges Gemisch in Hausflur geworfen
In der Nacht zum Donnerstag passierte am Schwarzen Weg in Greffen (Harsewinkel, Kreis Gütersloh) etwas Gefährliches. Gegen 1 Uhr bekam die Polizei den Anruf, dass jemand an einem Wohnhaus etwas kaputt gemacht hatte. Ein Unbekannter hatte das Glas der Eingangstür eingeschlagen und dann ein Gefäß mit einer Flüssigkeit in den Hausflur geworfen.
Als die ersten Polizisten eintrafen und das Haus betraten, bemerkten sie sofort, dass etwas nicht stimmte. Sie bekamen starke Reizungen in den Atemwegen. Die Beamten riefen sofort die Feuerwehr dazu. Die beiden Bewohner des Hauses mussten schnell aus dem Gebäude geholt werden. Glücklicherweise waren die Bewohner nicht verletzt. Die beiden Polizistinnen, die als Erste im Haus waren, verletzten sich jedoch leicht. Sie wurden medizinisch versorgt, konnten aber danach weiterarbeiten.
Die Polizei sicherte die Flüssigkeit. Nach ersten Einschätzungen handelt es sich dabei um ein giftiges Stoffgemisch. Damit das genau geklärt wird, untersucht das Landeskriminalamt NRW die Substanz nun ganz genau.
Die Kriminalpolizei Gütersloh suchte nach dem Täter. Am Freitag gab es dann einen Durchbruch: Jetzt steht der Verdacht gegen einen 39-jährigen Mann aus Rheda-Wiedenbrück im Raum. Dem Mann wird vorgeworfen, durch das Gift andere gefährdet, Menschen verletzt und Sachschaden angerichtet zu haben.
Die Ermittlungen dauern noch an. Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.