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Friesenried: Neue Regeln für Waldwege im Moor

Waldbesitzer in Friesenried müssen aufpassen, wenn sie neue Wege bauen wollen. Wer im Moorwald Material einbringt, braucht vorher eine Genehmigung.

Viele Waldbesitzer in Friesenried (Landkreis Ostallgäu, Bayern) wollen derzeit befallenes Holz aus ihren Wäldern holen, um den Borkenkäfer zu bekämpfen. Dafür planen einige neue Waldwege. Doch gerade in den Moorbereichen ist das nicht einfach so erlaubt.

Wer in einem geschützten Moorwald Fremdmaterial für einen Weg einbringen will, muss das Vorhaben zuerst beim Landratsamt melden. Die Abteilung für Abfallwirtschaft prüft dann, ob das Ganze genehmigt wird. Dabei schauen auch die Naturschutzbehörde und das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) genau hin. Es geht vor allem darum, dass die Wege wirklich für die Arbeit im Wald nötig sind und nicht einfach nur zur Entsorgung von Bauschutt genutzt werden.

Was im Boden landet, ist entscheidend. Kies ist im Moor nicht erwünscht, weil der Kalk den sauren Boden schädigen kann. Beton, Schutt von Abrissarbeiten oder Teer sind komplett verboten. Je nachdem, wie nass der Boden ist, gibt es verschiedene erlaubte Lösungen: In sehr nassen Ecken helfen Wege aus Rundholz, in trockeneren Bereichen können unlackierte Ton-Ziegel oder Dachplatten genutzt werden. Wichtig ist, dass das Material unbehandelt und sortenrein ist.

Waldbesitzer sollten sich also unbedingt abstimmen, bevor sie mit den Arbeiten beginnen. Wer mehr wissen will, findet Informationen auf der Moorwald-Website der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) unter s.bayern.de/moorwald oder bei der Allgäuer Moorallianz unter www.moorallianz.de. Kontaktdaten zum Landratsamt gibt es unter www.landkreis-ostallgaeu.de.

Quelle: Friesenried – zur Originalmeldung

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