Friedberg vertagt Entscheidung über Parkhaus und Kino
In Friedberg (Hessen) sollte es in der gestrigen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung endlich einen Beschluss zum geplanten Parkhaus mit Kino geben. Doch die Entscheidung wurde verschoben. Stattdessen gibt es nun eine Sondersitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 10. September 2026.
Grund für die Verzögerung ist ein Antrag der CDU, der Freien Wähler und der FDP. Die Politiker wollen noch einmal ein weiteres Rechtsgutachten zu kommunalrechtlichen Fragen sehen. Außerdem gibt es Wünsche an die Bauweise: Das Parkhaus soll statisch so geplant werden, dass man später eine weitere Parkebene oben draufsetzen kann. Zudem sollen die einzelnen Parkplätze breiter werden.
Bürgermeister Dahlhaus war mit der Verschiebung nicht einverstanden. Er betonte, dass es keine Gründe für einen neuen Termin gebe. Die baulichen Fragen und das bereits vorliegende neue Rechtsgutachten hätten direkt in der Versammlung geklärt werden können.
Die Verwaltung unter Projektleiter Markus Erdmann von den Stadtwerken Friedberg hatte im Vorfeld viel vorbereitet. Es gibt eine Machbarkeitsstudie, Business-Pläne, die von Wirtschaftsprüfern geprüft wurden, sowie eine Marktanalyse für das Kino in der Innenstadt. Auch die Unterlagen für die Vergabe der Bauaufträge liegen bereit.
Bürgermeister Dahlhaus macht deutlich, dass die Verwaltung ihre Hausaufgaben gemacht hat. Jetzt liegt es an der Politik, den Startknopf zu drücken, damit das Projekt ohne weitere Verzögerungen beginnen kann. Die endgültige Entscheidung wird nun am kommenden Donnerstag in der Sondersitzung erwartet.
Quelle: Friedberg – zur Originalmeldung