Asiatische Hornisse in Bad Vilbel gesichtet
In Bad Vilbel (Wetteraukreis, Hessen) ist die Asiatische Hornisse aufgetaucht. Die Art stammt ursprünglich aus Südostasien und breitet sich wegen des Klimawandels nun auch in Hessen aus. Das ist vor allem für Imker ein Problem, da die Hornissen Honigbienen direkt vor ihren Stöcken abfangen und jagen. In der Umgebung gab es deswegen schon große Verluste bei den Bienenvölkern.
Die Tiere sind etwas kleiner als die heimische Europäische Hornisse. Man erkennt sie vor allem an ihrer fast schwarzen Farbe. Nur die Enden der Beine und einige Streifen am Hinterleib sind gelb.
Besonders gefährlich sind die Nester. Diese hängen oft hoch oben in Bäumen und sind schwer zu sehen. Wer im Garten arbeitet, Sträucher schneidet oder spazieren geht, sollte aufpassen. Die Asiatische Hornisse wird sehr aggressiv, wenn man ihr Nest stört. Auf dem Heilsberg ist das bereits passiert: Ein Anwohner wurde dort extrem schmerzhaft gestochen.
Die Stadt und der Bienenzuchtverein Bad Vilbel und Umgegend e.V. warnen deshalb eindringlich: Wer ein verdächtiges Nest findet, muss Abstand halten. Man darf niemals versuchen, die Tiere selbst zu bekämpfen oder das Nest zu entfernen. Experten raten dazu, mehrere Meter Abstand zu lassen.
Statt selbst einzugreifen, sollen Bürger die Sichtungen melden. Wichtig ist dabei ein Foto aus sicherer Entfernung und eine genaue Angabe, wo das Nest zu finden ist. Ohne Bild können die Fachleute die Meldung nicht prüfen. Die Meldungen können direkt an den Bienenzuchtverein oder über das Portal des Landes Hessen geschickt werden.
Um die Gefahr zu bekämpfen, hat die Stadt 5.000 Euro für spezielle Schutzkleidung bereitgestellt. Damit kann der Bienenzuchtverein bestätigte Nester sicher entfernen. Ein erstes Nest auf dem Heilsberg konnte so bereits erfolgreich beseitigt werden.
Weitere Informationen und die Kontakte für Meldungen gibt es unter www.imkerverein-badvilbel.de oder über das Meldeportal des HLNUG.
Quelle: Bad Vilbel – zur Originalmeldung