Friedberg startet Beratung für Eltern queerer Jugendlicher
Viele Eltern sind überfordert, wenn ihr Kind sich als queer bezeichnet. Oft sind schon die Begriffe oder Abkürzungen wie LGBTQ+ ein Rätsel. Damit die Eltern besser mit ihren Kindern ins Gespräch kommen, startet die Stadt Friedberg (Hessen) ein neues Projekt. Unter dem Namen „Mein Kind ist queer, was jetzt?“ wird eine regelmäßige Beratung angeboten.
Die Termine finden ab September 2026 immer jeden zweiten Montag im Monat statt. Die Treffen gehen jeweils von 18:00 bis 20:00 Uhr und werden in den Räumen der Jugend-Kultur-Einrichtung Junity abgehalten. Dort können Eltern Kontakte zu anderen Familien knüpfen und sich über das Thema austauschen. Fachleute erklären die verschiedenen Begriffe und Flaggen und geben Tipps für den Alltag.
Das Angebot ist kostenlos und flexibel. Die Eltern müssen nicht jedes Mal kommen, können die Termine aber mitgestalten. Sie können zum Beispiel Themen vorschlagen oder sich Vorträge von Experten wünschen. Auch Literaturtipps und Kontakte zu Fachstellen werden vermittelt. Damit die Perspektive der Betroffenen nicht fehlt, sollen auch queere Jugendliche zu Wort kommen – entweder durch anonyme Berichte oder durch Besuche in der Gruppe.
Bereits seit 2022 gibt es im Junity den „Queer Treff“ für Jugendliche. Die neue Elternberatung soll diese Lücke schließen. Gefördert wird das Projekt durch die Fachstelle Jugendarbeit des Wetteraukreises.
Begleitet wird das Angebot von Frau Möll aus der Abteilungsleitung für Kinder, Jugend und Generationen. Wer Fragen hat oder Themen vorschlagen möchte, kann sie per E-Mail an [email protected] oder telefonisch unter 06031 88-242 melden.
Quelle: Friedberg – zur Originalmeldung